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Pelikane

24 Sep

Diese Pelikane sind absolut beeindruckend. Es kommt mir vor, als wüssten sie von einer alten Zeit, von Dinosauriern, Säbelzahntigern und anderen verschwundenen Kreaturen und auch von weiten Flusslandschaften mit reichen Fischbeständen. Tatsächlich ist ihre Art weit über fünf Millionen Jahre alt, unser Vorfahre Homus Erectus hat nun grade mal zwei Milionen auf dem Buckel und wir Homi sapiens geschätzte 300.000 Jahre. Nun sind diese mächtigen Wasservögel jedenfalls hier im Luisenpark in der modernen Zeit angekommen, Zeitreisende, wie auch wir, ohne Rückflugticket.

Pelikane
Luisenpark
Theodor-Heuss-Anlage 2
68165 Mannheim

(326) 09.2018

Picknick am Wasserturm

15 Sep

Beim Durchstöbern meiner Picasa-Ordner stieß ich auf dieses epische, farbenfrohe Bild, das ich mit diesem Artikel nun doch noch nachschiebe. Es zeigt ein großes, fröhliches Picknick auf dem gepflegten grünen Gras beim Wasserturm, das schon Anfang August 2018 stattfand. Eine Veranstaltung mit einer Menge bunt verkleideter, meist junger Menschen. Gewiss, bei dieser Anime-, Manga-, Videospiel-Cosplay Convention ging es natürlich um Sehen und Gesehen werden, es ist ein Ereignis der aufregenden Darstellung, des Fotoshootings, der besonderen Selfies und genau dieser Punkt sollte mich eigentlich auch zu einer strengen inneren Weigerung führen, Bilder zu machen, doch am Ende konnte ich nicht ganz widerstehen. Ich habe es dann mit einer Strategie äußerster Scheuheit getan und vermute, dass ich diese im Alter sicher noch bereuen werde, aber, wenn es gut läuft, lache ich vielleicht auch darüber.
Es war, das fällt mir jetzt wieder ein, auch eine Veranstaltung aufopferungsvoller Eltern, ein Ort heftiger Pubertät und, leider gar nicht so lustig, ebenso eine Verkaufsveranstaltung gigantischer Mengen Plastik.

Picknick am Wasserturm
AnimagiC 2018 · 3.-5. August 2018
Rosengarten

(324) 09.2018

Gelbe Grünflächen

2 Sep

Eintrag ins Logbuch: Der trockene, heiße Sommer hat einen ungewohnten Anblick hinterlassen. Die meisten Grünflächen in Mannheim sind gelb. Nur an wenigen ausgewählten Orten wie beim Wasserturm, am Schillerplatz, im Luisen- und Herzogenriedpark ist das Gras durch intensive Bewässerung noch grün. Die AFD leugnet im Bundestag den schädlichen Einfluß von CO2 aufs Klima, CDU und SPD verschieben die Klimaziele um 10 weitere Jahre in die Zukunft.
Möglicherweise wurde das Gras auch zum falschen Zeitpunkt zu kurz geschnitten.

Gelbe Grünflächen
Mannheim

(321) 09.2018

Kurpfalzbrücke am Abend

26 Jul

Eigentlich könnte man ja jeden Tag ein Bild von der Kurpfalzbrücke aus schießen, aber heute war´s mal wieder besonders schön. Doch die scheinbar ruhige Stimmung täuscht. Am ersten Ferientag pulsiert abends bei 29°C am Alten Meßplatz das Leben. Und die wohl mehr als hundert Halsbandsittiche auf der entgegengesetzten Seite haben in ihrem Baum auch noch keine Ruhe gefunden und sind durch ihr lautes Zwitschern besser zu hören als zu sehen.

Kurpfalzbrücke am Abend

(317) 07.2018

Wölfe am Wasserturm

1 Jul

Ganz kurz noch, bevor ich mich wieder den erfreulichen Anblicken Mannheims zuwende. Türkische Nationalisten feiern am Wasserturm den Sieg Erdogans nach der Wahl, wahrscheinlich aber auch die Regierungsbeteiligung der ultrarechten MHP. Das wirkt provokant und einen Mittelfinger haben sie dafür schon verdient. Aber es sind eben nicht die Türken, wie es ihre mitgebrachten Fahnen suggerieren, sondern Typen, die den Wolfsgruß zeigen und ihre chauvinistischen Siegerselfies vom Mannheimer Wahrzeichen durch die Welt schicken. „Diese Leute nix gut“, um es in den Worten meines eritreischen Kollegen zu sagen, der wahrscheinlich schon mehr Elend gesehen hat, als ich. Ja aber im Grunde bieten sie uns doch ein bestes, abschreckendes Beispiel und somit guten Anlass, uns vom eigenen, bei uns verankerten und ebenso hässlichen deutschen Nationalismus abzuwenden. Auf die helle, friedliche Seite.

Wölfe am Wasserturm

(312) 07.2018

Spielabbruch

31 Mai

Nennt mich Feigling, aber die Tatsache, dass ich hier erst nach 309 Artikeln beim SV Waldhof Mannheim 07 antrete, lässt erahnen, wie heiß das Eisen für mich schon immer war. Doch nach diesem Spielabbruch, der aus den Reihen der Ultras99 durch Böller und Raketen bei der Relegation provoziert wurde, half auch alles Schöntrinken nichts mehr und jetzt, wo der Rauch der Pyro verzogen ist, wage ich mich halt mal aufs Spielfeld.

Liebe, Kampf und Leidenschaft, ja klar! Auch Hass und rohe Gewalt gehören schon seit langem dazu. Die Fankultur ist seit Jahren von Gewalt und Einschüchterung mitgeprägt und führte dadurch den Mannheimer Eishockey-Adlern schon viel Publikum zu. Andere Vereine werden zu „Todfeinden“. „Scheiss Hoffenheim“ wird mit Fäkalien überkübelt, „KSC wird geschlachtet“ etc. Eine Grätsche gegen „gute Sitten“, geltende Moral, herrschende Gesetze muss dabei sein. Fussball hat sowohl Wurzeln im alten Kampf Dorf gegen Dorf und dazwischen das Spiefeld, wie auch im privilegiertem Regelspiel, das 1848 in England Studenten der Universitäten gegeneinander austrugen. Es sind eben nicht nur 15 sogenannte Hohlköpfe, die ihre Emotionen nicht unter Kontrolle hatten. Der vorsätzlich herbeigeführte Spielabbruch, eine kalkulierte Machtdemonstration gegen herrschende Ordnung, gegen den DFB, gegen Kommerz, hat viele Sympathisanten.
Kurzer Rückpass: Bei den Landtagswahlen 2016 erreichten die AFD in den Stadtteilen im Norden Mannheims (Waldhof, Sandhofen, Schönau) im Schnitt ein Ergebnis von 27%. Anders als in der offiziellen Darstellung gibt es im Verein bei der Deutungshoheit, wer ein echter Fan ist, ständige Ballverluste. Jedoch droht das anti-bürgerliche Zuspiel mit jedem Aufstieg in eine höhere Spielklasse im Abseits zu landen durch mehr Sponsoren und neuem Publikum, welches den Waldhof möglicherweise zum harmlosen Familienverein ohne Altersbeschränkung mutieren ließe. Die Welt ist aber nicht harmlos. Sie ist ein Schlachtfeld. Sie ist Horror, wie die Choreografie der Ultras schön zeigte. Doch gleichzeitig deuten sie die nicht-bürgerliche, proletarische Geschichte des Vereins radikal um. Mit den Ultras, übrigens dem zahlenmäßig stärksten Fanclub, führt die Geschichte eben nicht zu einer emanzipatorischen Befreiung von (Spiel)klassen durch Solidarität und sportlichen Zusammenhalt, sondern zur Machtergreifung der Stärkeren, zum Ausleben von Chauvinismus und Aggression. Unter dem Treueschwur zum Verein wird leider auch immer wieder rechtsaussen gespielt, wehen die Fahnen von Fangruppen wie the Firm, blau schwarz asozial etc. am Spielfeldrand. Identität stiftende Vereinssymbole sind so längst schleichend vergiftet und zu Zeichen von Dominanz und Intoleranz geworden. Diese haben sich durch Graffits bereits im gesamten Stadtbild ausgebreitet. „Waldhof Buwe“ die krassen „bad boys“, die in der Szene gefeiert werden, schön asozial und bloß nicht hipster. Aus „meine Stadt, mein Verein“ wurde tatsächlich „eine Stadt, ein Verein“ und dies vom Verein selbst vorgetragen, der sich scheinbar durch ständiges Pressing zu solchen Fehlern hinreißen lässt, es nicht versteht, die Gruppen konsequent der Verantwortung zu stellen. Glaubt jemand ernsthaft, unter dem Recht des Stärkeren wird eine Selbstreinigung der Szene gelingen? Abpfiff. Mit jedem weiterem Gedanken wird mir klarer, dass der ehrwürdige Arbeiterverein SV Waldhof dringend Hilfe benötigt, um sich zu befreien. Vor einen Neuanpfiff schlage ich vor, dass alle Fans als kollektives Statement sämliche blau-schwarz bemalten Wände und Verteilerkästen in der Stadt weiß streichen, um für Stadt und Verein neue Projektionsflächen zu schaffen und dann schaun wir mal…

Spielabbruch
(310) 05.2018

Maimarktbecher

1 Mai

Klarer Sieger heute beim Geschmacks-Wettbewerb Bratwurst gegen Maimarktbecher. Für nicht ganz günstige 4,50 Euro im Handwerkerzelt bei der Bäckerei Zorn zu haben. Eine Zusammenstellung von Sahne, Erdbeeren, Bisquit und Bayerische Creme, die von manchen Besuchern auf dem Maimarkt ahnungslos auch einfach Pudding genannt wird, obenauf etwas Schokoraspel. Die Light-Varianten gab es im Regionalzelt bei Grimminger mit Erdbeere pur. Jedenfalls ein beliebter Klassiker, wie es der Maimarkt ja auch ist. Schön wäre noch ne frische Idee zu den 40.000 Plasikbechern, die hierbei anfallen.

Maimarktbecher
Auf dem Mannheimer Maimarkt
mehrere tausende Kilo Erdbeeren
Xaver-Fuhr-Straße 101, 68163 Mannheim

(308) 05.2018

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