Archive | Straßen, Plätze und Quadrate RSS feed for this section

Friedrich-Karl-Straße

14 Jun

Schräg stehende Platanen bilden eine grünes Dach über der Fahrbahn der Friedrich-Karl-Straße.

Friedrich-Karl-Straße
68165 Mannheim, Schwetzingerstadt

(275) 06.2017

Leibnizstraße, Frühling

1 Apr

Schöne Blickachse zum Fernmeldeturm durch die Leibnizstraße mit prächtig blühendendem Magnolienbaum in einem Villenvorgarten.

Leibnizstraße
68165 Mannheim, Oststadt

(265) 04.2017

Kolpingstraße

27 Feb

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Es ist berechtigt, Wut zu verspüren. Wenn selbst am allerschönsten Morgen sich Menschen erniedrigen. In lächerliche Blechkisten steigen, sich in eine lächerliche Blechkistenschlange einreihen, um möglicherweise eine lächerliche Arbeit auszuführen. Völlig selbstgerecht, wenn ich gerade selbst zu diesen Menschen gehöre. Ja, heul doch! Geht nicht, hab grade ne Grünphase. Am Straßenrand trippeln Jogger auf der Stelle, weil sie nicht rüberkommen. Der Untere Luisenpark liegt in der Frühe extrem verführerisch im Nebel. Wegen ihm ist die Kolpingstraße nur einseitig bebaut, mit alten Villen, teilweise wenigstens. Außerdem vorfahrtsberechtigt plus Bedarfsampel für Fußgänger. Ein Glück. Übergang zur Freizeit hinab in den Park. An Anfang und Ende Glascontainer. Ich scheue mich nicht, nach 19 Uhr Flaschen einzuwerfen. Wer hier wohnt, hat zehnfach verglaste Schallschutzfenster. Wer war eigentlich dieser Kolping?

Kolpingstraße
68165 Mannheim

(261) 02.2017

Kurt-Schumacher-Brücke

7 Jan

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Der Aufgang zur Brücke kam wirklich keiner Einladung gleich, aber wie so häufig eilten seine Gedanken seinen Empfindungen voraus.

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Q6 Q7

7 Dez

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Wieder einmal eine Großbaustelle beendet und wieder hat niemand die Geschichte der Arbeiter aus Rumänien, Polen, oder auch der deutschen Bauingenieurin erzählt, die hier Jahre ihres Lebens mit der Fertigstellung verbracht haben. Schade, das hätte ich auch spannend gefunden. So nehmen wir nach vier Jahren Bauzeit zum Advent besondes den Glitzerglanz der strahlend neu erschaffenen Einkaufswelt wahr. Mannheims erste Mall eröffnete am 29. September 2016. Ob es uns nun gefällt oder nicht, der umstrittene PRIMARK ist ein Hauptanziehungspunkt und liegt vom Wasserturm her kommend gleich am Anfang des Komplexes. Bei PRIMARK sind die Klamotten nicht nach Größe, sondern nach Preisen sortiert, vor dem Eingang scheint sich eine Warte – und Treffzone zu etablieren.

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Gleich daneben geht es hinein in die eigentliche Mall, die sich im Wesentlichen von innen her erschließt. Vom seitlichen Eingang nimmt die Ladenstraße einen Bogen zur Mitte hin und löst so das von außen gegebene Rechteck auf. Geschwungene und auch runde Formen entstehen. Das ist nicht unangenehm. Die Läden verteilen sich auf drei Ebenen, dem Unter – Erd- und 1.Obergeschoss. Auf einen Schlag sind mit der Mall eine Vielzahl an Geschäften zusätzlich in die Innenstadt gekommen und mich begleitet ein mulmiges Gefühl, denn es heißt ja, dass der Kuchen nicht größer wird, sondern sich nur anders verteilt.

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Jochen Schweitzer zum Beispiel ist so ein Laden, dem ich hier nicht allzu lange gebe, aber natürlich wünsche ich mir keine Leerstände, obwohl ich mit den meisten Geschäften eigentlich nicht so viel anfangen kann. Vom FC Bayern Fan-shop bis Zara-home, nicht unbedingt der nötige Bedarf, sondern wenn wir ehrlich sind, entbehrliche Luxus- und Konsumartikel, auch wenn ein Laden Schnaps und Liebe heißt. Die meisten Modefilialketten kommen eher recht humorlos daher. Nun, wie immer gibt es auch Ausnahmen.

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Letztlich mag das alles ja jeder sehen wie er will. Ich denke, viele Angebote richten sich insbesondere an die Damenwelt.

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Ich möchte gar nicht unterschlagen, dass die Betreiber Diringer & Scheidel schon auch für eine Mischung gesorgt haben. Es gibt eine Art Kiosk, eine Apotheke und im Untergeschoß ein Reformhaus, einen DM-Markt und insbesondere einen REWE-Markt, der nach neuesten Standards ausgestattet ist, extrem großzügig wirkt und die Angebotspalette in Richtung Feinkost erweitert hat. Im Untergeschoß auch verschiedene recht groß angelegte Imbisse mit vielen Sitzmöglichkeiten. Klar, wir sind ja immer noch irgendwie auch in der Fressgass.

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Zu erwähnen ist wohl auch noch die Butiq im Obergeschoss, ein Konzept-Store der schon bei Engelhorn zu Gast war. Hier gibt’s regionales Design zu schauen und, schluck, zu happigen Preisen zu kaufen. Erschwinglich jedoch die berühmten bunten Socken von Jungfeld, die ich mir übrigens zu Weihnachten wünsche.

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Jetzt aber noch mal raus und zu einer echten Neuerung. Zwischen den beiden Quadraten ist der Münzplatz entstanden, teilweise überdacht aber vor allem als leichte Anhöhe gestaltet, was mir gut gefällt. Von hier aus findet man Zugang zu weiterer Gastronomie, Fontanella, ein Burgerladen namens die Kuh die lacht, warum auch immer, und Oh Julia, eine ziemlich große italienische Einrichtung mit verschiedenen Sitzgelegenheiten und unter anderem einem bühnenähnlichen Raum mit Treppen, bei dem man meint, an guten Abenden könnte Frank Sinatra im weißen Dinnerjacket herunterspazieren. Die Illusion hat jedenfalls Größe.

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Der Münzplatz ist zur Weihnachtszeit mit einem Tannenbaum und vielen Lichtern geschmückt und entwickelt sich aktuell zum Top Selfie-zu-zweit-Punkt.
Entspannung für den Parksuchverkehr bringt tatsächlich auch das Parkhaus mit über 1300 Stellplätzen und einer Einfahrtshöhe von 2,10 m.

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Fazit: Die Welt der schönen Waren ist nicht nur bürgerliche Schein-oder Ersatzwelt, sie ist auch Realwirtschaft. Als in sich geschlossene Inszenierung wendet die Mall sich naturgemäß vom öffentlichem Raum ab und versucht eine Sogwirkung zu erzeugen. Das gelingt den Betreibern in Q6 Q7 durch die architektonische Gestaltung und die Mischung der Angebote bisher wohl ganz gut. Für die Innenstadt insgesamt entstehen hierdurch nicht zwangsläufig positive Impulse. Durch die Bequemlichkeiten der geschützen Mall (kein Verkehr, kein Wetter, keine Bettler etc.) können manche Einzelhändler draußen leicht in Vergessenheit geraten. Aber auch innerhalb der Mall steht die Sache durch Konkurrenzdruck immer auf Messers Schneide. Die Qualität der Innenstadt kann natürlich auch nicht nur von privatwirtschaftlichen Interessen definiert werden. Als nächstes wären mal Grünanlagen wie zum Beispiel der Lameygarten im Nachbarquadrat an der Reihe. Vielleicht lassen sich ja Diringer & Scheidel als Mäzene gewinnen. Wie auch immer, ich werde auch trotz der Mall das Schaufensterbummeln an der frischen Luft nicht aufgeben.

Q6 Q7
Einkaufscenter
Mannheim, Innenstadt

(253) 12.2016

Berliner Straße

1 Dez

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Schon seit Jugendjahren empfand ich den Wert der Berliner Straße in ziemlichem Einklang mit ihrem relativen Wert beim Monopolyspiel. Das mag daran liegen, dass die eigentlich recht kurze Berliner Straße verhältnismäßig breit ist und auch eine wichtige Achse zwischen Bahnhof/Wasserturm und Friedrich-Ebert-Brücke darstellt, dazu mit einem Kiosk als beliebten Sammelpunkt für alle Coffee-to-go- Trinker und Lottospieler. Bemerkenswert sind nicht nur einige stolze Altbauten mit reich dekorierten Buntsandsteinfassaden, sondern auch schwungvolle Stilelemente der 1950er Jahre, wie zum Beispiel der Schriftzug Berliner Haus.

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Ehemals war hier im Erdgeschoß ein Coop Supermarkt untergebracht, später Nanz, dann Schlecker, nun Asia Markt. In einem kleinen gekachelten Raum, der zur Frischfleischabteilung gehörte, werden heutzutage fast täglich Pralinen, Kuchen, Plätzchen und Marmeladen in Handarbeit für den Verkauf in der Innenstadt hergestellt und es riecht ziemlich verführerisch.

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Die Kreuzung Berlinerstraße – Lameystraße ist verkehrstechnisch der Wahnsinn. Kombinierte Rad/Fußwege von rechts und links, dazu an der Kreuzung schräg abgestellte Fahrzeuge (nur mal rasch zum Bäcker) blindes Hereintasten also und mögliche Konfrontation mit den besonders schlauen Autofahren, die die Berliner Straße als schnelle ABKÜRZUNG wegen einer roten Ampel am Ring benutzen. Eine Einbahnstraßenregelung zwischen Lamey- und Tullastraße täte sicher gut.

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Schauen wir aber nun auf die schön geschwungenen Balkone und auf den typischen Altbau gegenüber, mit der Bar Basso, ehemals Lara´s und carpe diem.

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Auf der anderen Straßenseite wiederum beim Cafe´ Lello können wir uns noch an einem schönen mosaikverzierten Säulenelement aus den Fünfzigern erfreuen. Lange Zeit war hier mal das Oxford, bekannt und beliebt für erste Thekenerfahrungen bei Schülern des Lessing- und Tullagymnasiums.

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Die Bäume in der Berliner Straße gibt es übrigens noch gar nicht so lange und sind einer Bewohnerinitiative zu verdanken, die zu diesem Zweck auch mal ein Straßenfest veranstaltete. Blick von der Goethestraße durch die Berliner Straße auf den Wasserturm.

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Schließlich an dieser Stelle noch ein Schwenk nach oben .

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Berliner Straße
68161 Mannheim Oststadt

(251) 12.2016

Mozartstraße

20 Nov

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Irgendwie liebe ich diese kleine Straße. Speziell vom Theater her kommend Richtung Neckar zeigt sie ihre Stärken. Wenn ich als Fußgänger (und nur als solcher spreche ich hier) einen kleinen Rechtsbogen nehme, weil mir die Einfahrt zum Theaterparkplatz die kerzengerade Überquerung der Hebelstraße nicht erlaubt, gelange ich auf den linken Bürgersteig, dessen Häuserzeile sich als geschlossene fünf stöckige Wohnbebauung mit einer Mischung aus Vor- und Nachkriegsbauten darstellt.

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Auf der rechten Straßenseite ein ganz anderes Bild. Schrägparkplätze, Lieferanteneinfahrten, das Werkhaus des Nationaltheaters mitsamt seinem Casino beherrscht wie ein Werksgelände den Straßenzug und sorgt für eine gehörige Asymmetrie der Bebauung.

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Die Straße scheint sich fast nach rechts abzusenken , würden nicht Feuerleitern und Dachterrassen wie aus einem Bühnenbild der West-Side-Story das Ganze in unterschiedlichen Höhen wieder nach oben ziehen.

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Gehen wir nun wenige Schritte weiter, an einer Bäckereifiliale vorbei. Nein, wir halten am Schaufenster, derzeit Bäckerei Zorn und schauen kurz hinein.

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In den 1960er Jahren wurde hier tatsächlich auch gebacken und der Bäckerjunge trug morgens die Brötchentüten aus. Als die Filialbäckerei Kohlmann die Geschäfte hier führte, gab es, völlig ungewöhnlich, französische Rotweine zu kaufen und ich führte dies immer darauf zurück, dass manche der hier lebenden Künstler und Schauspieler ihre lieben Gewohnheiten hatten. Nun aber nichts mehr davon. Wir wenden uns der Straße zu und erstaunen, wie sich das Collini-Center, einem gigantischen fremden Himmelskörper gleich in die Straßenflucht hineinschiebt und so für einen überwältigenden Kontrast sorgt.

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Der Kontrast wird umso erregender, wenn wir uns das kunstvoll geschmiedete Vordach des Traditionshotel Mack betrachten. Was macht die rechte Seite? Riesige Fensterflächen, gewähren Einblicke in die Werksäle des Theaters, als wären sie überdimensionale Setzkästen.

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Wer denkt nun, dass die Mozartstraße noch weiterführt über die Collini-Straße hinaus. Dort ist der Eingang zur Deutschen Rentenversicherung. Die Fensterfronten scheinen dem Werkhaus nachzueifern, allerding mit einer interessanten Schräglage, die man etwas bösartig als Hinweis zur Kassensituation deuten kann.

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Tapfer gehen wir den letzten Zipfel an einem etwas improvisiert wirkendem Metallgeländer entlang, das uns dafür aber die Betrachtung des Collini-Center Parkplatzes gestattet. Am Ende wenden wir uns nach links, um schließlich zum Neckarufer zu gelangen.

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Mozartstraße
Mannheim Oststadt

(247) 11.2016

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