Tag Archives: Jungbusch

Schokinag

27 Jul

Es ist eigentlich völlig dröge, dass ich hier über Mannheims unsichtbares Wahrzeichen schreibe. Selbst Touristenführer haben den Braten schon längst gerochen und erklären die Emissionen der Schokoladenfabrik zum olfaktorischen Highlight Mannheims. Aber, die Konkurrenz schläft nicht: Gerade wurden die türkischen Holzkohle-Grilldämpfe rund um den Marktplatz zum Aufsteiger des Jahres gekürt.

Also mal wieder zufällig mit dem Fahrrad duch die Neckarvorlandstraße. Geruchsmäßig hat sich in den letzten vierzig Jahren nicht viel verändert, trotz der stetig verbesserten Filteranlagen, wie man immer wieder liest. Vielleicht hat sich zum Ausgleich aber auch immer die Produktionsmenge erhöht. Will ich jetzt gar nicht so genau wissen. Man könnte ja ne Führung buchen für die ganzen Details. Und, was rieche ich jetzt?

Tja, es gibt da mindestens zwei Gerüche. Den einen offiziellen Kakaogeruch und einen, der mir in der Holzstraße um die Ecke mit voller Wucht entgegenschlägt, ein Geruch so dumpf und schwer, bei dem man alle Hoffnung aufgibt, dass er jemals gen Himmel steigen wird. Bei uns sagt man: riecht wie oigschloofene Fies. Des is dann für mich des echte Monnem. Bin ja schließlich kein Tourist. Kä Wunner übrigens, dass die Arbeider do in ihrer Paus mol ä ahstännische Zigarrett plotze müsse, odda?

SCHOKINAG-Schokolade-Industrie GmbH
Neckarvorlandstrasse 21-25
68159 Mannheim/Germany

(280) 07.2017

Neckarwiese

19 Jun

Vergleicht man die Mannheimer Neckarwiese mit der Heidelberger, wird der essenzielle Unterschied zwischen beiden Städten deutlich. Dort ein kleines Stück kultiviertes Rasengrün mit Blick auf die romantische Schloßruine, Promenade und Bänke, auf denen man sich ohne weiteres über Joseph von Eichendorffs Taugenichts mit japanischen Studentinnen austauscht, oder hier kilometerlang naturbelassene Wiese, die schätzungsweise höchstens zwei mal jährlich eine Mahd erhält, Blick auf Industrieanlagen und Strommasten und wenn´s gut läuft, kannst du hier mit einem Ceylan-Spruch punkten. Dort gepflegte öffentliche Toilettenanlagen und hier .. ähh… Aber mal ehrlich, wenn ich wählen müsste, wo ich meinen Urlaub verbringen sollte, auf dem Rasen oder auf der Wiese, also da kannst du mich auch gleich fragen, ob ich ins Schwimmbad will oder ans Meer. Weeschwie’sch-män?

Neckarwiese

(276) 06.2017

Kurt-Schumacher-Brücke

7 Jan

20161230_152241

Der Aufgang zur Brücke kam wirklich keiner Einladung gleich, aber wie so häufig eilten seine Gedanken seinen Empfindungen voraus.

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C-HUB …

26 Nov

… und warum es keine gute Idee ist, das C-HUB „Das Zentrum für Mannheims neue Arbeiterklasse“ zu nennen.

c-hub

Leute, Leute , Leute, bleibt mal auf dem Teppich! Ein Gründerzentrum für die Kreativ-Branche ist schön. Ein Gründerzentrum für die Kreativ-Branche im Jungbusch neben der Pop Akademie und der Stadtgalerie Port 25 ist noch schöner, aber deswegen muss man ja nicht gleich übermütig werden. Es ist eigentlich schon ein dicker Hund, dass wahrscheinlich 99% aller Mannheimer mit dem Begriff C-HUB nichts anfangen können und ich deswegen erstmal Übersetzungsarbeit leiste. C steht wahrscheinlich für die englische Schreibweise von Kreativ also Creative und HUB ist hier nicht der Weg, den der gute alte Kolben im Zylinder zurücklegt, sondern die Bezeichnung des Knotenpunktes eines Netzwerkes, in diesem Fall ist eben das Gebäude der Knotenpunkt und somit ein Zentrum für die Kreativwirtschaft. (Architekten, Designer, Fotografen, Mode, etc.) Soweit, so gut.

Warum aber das C-HUB im offiziellen Slogan das Zentrum für Mannheims neue Arbeiterklasse nennen? Klar, die SPD hat schmerzlich und schockierend bei der Landtagswahl ihr Direktmandat in den klassischen Mannheimer Arbeitervierteln wie Waldhof oder Schönau an die AFD verloren. So könnte es also eine Idee sein, den traditionellen Nenner Arbeiterklasse weiterzutragen und ihn einer neuen Ziel- und Wählergruppe anzuheften. Eine Gruppe, die akademisch gebildet ist, sich als sozial integriert ansehen kann und sich Aufstiegschancen erhofft. So geht anhängen. Was aber ist mit der alten Arbeiterklasse? Die befindet sich in der Unterschicht, oder an deren Rand. Reinigt vielleicht Böden im C-HUB oder putzt die Glasfronten, erfährt nur geringe soziale Anerkennung und hat kaum Aufstiegschancen. So geht abhängen. Dafür können die Kreativen jetzt erstmal nichts, doch nehme ich die Politik in die Pflicht, über diese gesellschaftliche Gräben Brücken zu bauen und wenigstens mit einer vernünftigen Wortwahl zur Verständigung beizutragen und nicht Abgrenzungen zu provozieren. Neu gegen alt. Jedes fünfte Kind in Mannheim gilt als arm und es steht zu befürchten, dass die Armut sich fortsetzt und wächst. Angesichts dessen ist der Slogan von der neuen Arbeiterklasse im C-HUB leider zynisch. Doch es ist eigentlich noch schlimmer, denn würde der Slogan seine kreativen Akteure im Klassenbewusstsein ernst nehmen, wäre nicht die Befreiung und Überwindung der Klassen als Manifestation ungerechter Kapital- und Machtverhältnisse das erstrebenswerte Ziel? Statt dessen versuchen wir, mit einem peinlichen Witz zu punkten? So geht verraten und verkauft. Das haben das C-HUB und die Kreativen in Mannheim nicht verdient. Also lasst euch bitte was neues einfallen.

C-HUB
Kreativwirtschaftszentrum Mannheim
Hafenstraße 25 – 27
68159 Mannheim

(248) 11.2016

Schwefelplatz

11 Nov

20151108_115749
Wo, wenn nicht neben der Teufelsbrücke, sollte der Schwefelplatz sein?

online Petition
Quartiermanagement

Schwefelplatz
(245) 11.2016

Taproom

4 Jul

20160704_165402

Gerade noch träumte ich in meinem letzten Artikel von Bieren, wie es sie in ganz Mannheim nicht gibt, da wache ich auf und muss entdecken, dass mein Traum schon längst wahr geworden ist und zwar im Jungbusch. Klar, mal wieder in unserem heißgeliebten wie abgefuckten Stadtteil, der sich gar nicht anpassen will.
Der rauchfreie Schankraum, von dem ich jetzt rede, eröffnete bereits 2015 in der Beilstraße und wenn ich das richtig sehe, ist er auch schon viel beschrieben und allseits gelobt worden. Taproom heißt das gute Stück und ist die geniale Bierbar in Mannheim, wenn nicht sogar weit und breit. Nicht, dass ich ein Kenner wäre, aber allein schon der Anblick der zwölf Zapfhähne, von denen keiner dem anderen gleicht, lassen große Freude aufkommen. Es gibt eine Theke und Tische aus Holz, natürlich ohne Häkeldeckchen und den Kaffee muss du auch woanders besorgen, aber du spürst auf Anhieb, dass hier etwas mit sehr, sehr viel Lust und Liebe geschieht.
Ich könnte jetzt ein sogenanntes Tasting mit kleinen Proben der unglaublichsten Biere aus aller Welt nehmen, doch ich entscheide mich für ein ordentliches Glas mit schäumendem, herzhaftem Indian Pale gleichsam als Steilvorlage und Vorsatz, bald wiederzukommen. Und was soll ich sagen, es schmeckt herrlich.

Taproom
Beilstr. 4
68159 Mannheim
Tel.: 0621 31958881

(235) 07.2016

Nachmittags Jungbusch Blues

7 Mrz

Ich hab mich mol widder verlore
in de näh vunn de jungbuschbrick
wees widder net wohi mit mir
und find net nach haus zurück

kiez2

laaf ziellos durch die gasse
de himmel is ah so grau
in moinem herze sieht´s net anerscht aus
un käner werd werklich draus schlau

ich hab mich verlore, widder mol
hab mich verlore und moi glick,
des kummt und des kummt
und des kummt und des kummt, ich glaab des kummt heut nimmer zurick.

kiez

Dahäm wärs schäh,
awwer von do musst ich halt fort
hab ä weilche geglaabt, dass es widder so werd
irgendwann mol an em annere ort

mit der zeit donn ware die spure
hämwärts fortgewischt
kä hiweisschild, kä haltestell
kä offni tür in sicht.

ich hab mich verlore, widder mol
hab mich verlore und moi glick,
des kummt und des kummt
und des kummt und des kummt, ich glaab des kummt heut nimmer zurick.

Nachmittags Jungbusch Blues
(224) 03.2016

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