Tag Archives: Käfertaler Wald

Radtour in den Käfertaler Wald

21 Mai

Diese Radtour bietet sich an sonnigen Wochenenden an und führt auf gewohnt ebener Strecke ungefähr 30 km vorwiegend durch ein grünes Mannheim hinein in den Schatten spendenden Käfertaler Wald.

Vom Wasserturm aus nehmen wir die soeben zur Fahrradstraße umgestaltete Berliner Straße in Richtung Friedrich-Ebert-Brücke und dann, bevor wir den Neckar überqueren, rechts runter den Neckar entlang, vorbei am Fernmeldeturm bis zur Bahnbrücke, wo wir den Neckar überqueren. Die Schleuse Feudenheim lassen wir rechts liegen und nehmen den Weg weiter geradeaus Richtung Käfertal, durchqueren vorbei an Kleingärten die Au bis zu einer Schranke, um dann den Feldweg nach rechts Richtung Feudenheim zu radeln. Jetzt gehts steil den Aubuckel hoch, an der Ampel rüber zum Wingertsbuckel gradaus weiter immer schön auf dem Radweg. Wir behalten die Richtung bei, überqueren eine Straßenbahnlinie und schauen, dass wir, links Pferde – rechts Fußball, zum Vogelstangsee kommen. Hier können wir schon ein Päuschen machen und die Ruhe genießen. Wir sollten uns bei der Weiterfahrt oben halten, ich bevorzuge die rechte Strecke am Feld, den See entlang. Ob rechts oder links, der Rundweg läuft in einem Fahrradweg zusammen, den wir nehmen. Jetzt müssten wir an der Magdeburger Straße sein und von dort aus gut beschildert Richtung Karlstern. So, wenn wir dann durch Unterführung und über Brücke sind, sehen wir schon den Wald. Noch mal kurz Richtung Viernheim, dann aber gleich rechts hinein. Ah endlich…

Jetzt geht es eigentlich immer geradeaus. Lange Allee heißt treffend unser Weg, nicht perfekt asphaltiert aber immerhin befestigt. Wir erreichen das Wasserwerk Käfertal, das seit knapp 130 Jahren Mannheim mit Trinkwasser versorgt und wo wir eine malerische denkmalgeschützte Reihenhaussiedlung erblicken.

Nach nicht allzu langer Fahrt, links die Bisons im Gehege, der Rad- und Fußverkehr wird etwas dichter, sind wir am Karlsternpavillon angelangt, dem zentralen Punkt des Käfertaler Waldes, der ja immerhin Mannheims größtes Waldgebiet ist und zudem das meistbesuchteste in ganz Süddeutschland. Ganz unproblematisch ist es hier für die Bäume nicht. Den überwiegend vorkommenden Kiefern machen zunehmende Trockenheit und Käferschädlinge zu schaffen und ist von seinem Zustand her natürlich nicht mit Bergwäldern zu vergleichen. Dennoch und jedenfalls ist rund um den Karlstern einiges geboten, Spielplatz, Boule, Minigolf und Wildgehege und schließlich auch ein Biergarten, in den wir jetzt oder lieber später einkehren.

Das sternförmige Wegenetz bietet nun verschiedene Gelegenheiten, nach Lorsch, Weinheim, Lampertheim, wir behalten unsere Richtung bei, fahren auf der Ahorn Allee um später nach rechts den Alten Frankfurter Weg einzuschlagen. Eine meiner Lieblingsstellen ist die eigentlich untypische, lichte Birkenallee. Auf der Wiese erkennen wir deutlich Wühlspuren von Borstentieren, die sich offensichtlich hier auch außerhalb des Geheges befinden. Die im Stillen gehegte Hoffnung auf eine kühle Erfrischung im Schützenhaus erhielt einen Dämpfer, die Waldgaststätte war ohne weitere Hinweise geschlossen.

Eine Weiterfahrt nach Lampertheim ersparen wir nun unseren Hintern, sofortige Umkehr zurück und Einkehr in den Biergarten La Locanda am Karlstern. Bei Pizza oder Cappuccino und durchgehend warmer Küche lässt es sich hier gut draußen sitzen. Der Service war aufmerksam, Hunde und Fahrradfahrer sind willkommen.

Bevor wir nun die direkte Rückfahrt antreten, machen wir noch einen kleinen Schlenker am Vogelpark vorbei zum Karlsternweiher. Der idyllische Baggersee entstand 1963 beim Kiesabbau fürs das Autobahnkreuz Viernheim. Es gibt nur einen Zugang zu einer Aussichtsplattform, ansonsten ist er zum Schutz der dort ansässigen Lebewesen vollständig umzäunt. Der Blick lohnt sich, finde ich.

Wenn wir nun nicht den aller gleichen Weg zurückfahren, sondern unsere Tour als Rundfahrt gestalten wollen, müssen wir etwas mehr Stadtverkehr in Kauf nehmen, wenngleich wir aber weiterhin auf Fahrradwegen vorankommen. Wir wählen die Variante über Käfertal, biegen hierzu am Wasserwerk rechts in die Wasserwerkstraße ein. Beim Teufelsberg haben wir dann den Wald verlassen und durchqueren die Baugebiete Offizierssiedlung und Franklin, stoßen auf die Waldstraße, der wir rechts abbiegend hinter einer Lärmschutzmauer bis zur Kreuzung Auf dem Sand folgen. Vom hier ab dürfte der Rückweg klar sein. Links und dann geradeaus bis zum BBC-Buckel, über diesen drüber, die Friedrich-Ebert Straße und vorbei an Turley.

Nun sind etliche Ampelstopps programmiert bis wir gleichsam auf der Zielgeraden unsere Friedrich-Ebert-Brücke erreichen. Auf der Brücke gönnen wir uns noch einen Blick auf den Neckar, die Neckarwiesen und schauen kurz noch auf die mehr oder weniger gelungenen Korbwürfe der Basketballspieler.

Und schließlich: Glücklich zurück.

Radtour in den Käfertaler Wald

(273) 05.2017

Wasser

27 Jul

wasser

Es ist weiß Gott einfacher, ein schönes Bild zu posten, als einen Artikel über das Mannheimer Trinkwasser zu schreiben. Denn was heute bei uns wie selbstverständlich aus dem Hahn fließt, ist im Grunde eine hoch komplexe Angelegenheit. Noch vor 220 Jahren rann das Wasser in Mannheim aus Pumpbrunnen und glich in heißen Sommermonaten wohl eher einer stinkenden trüben Brühe. Kurfürst Karl Theodor ließ sich seinerzeit sein Wasser jedenfalls aus Heidelberg kommen.

Heutzutage ist unser Leitungswasser klar, fließt mit ordentlichem Druck aus den Rohren und es schmeckt mir. Allerdings ist es hart, jedoch nicht, wie sich manch Ultra-Mannheimer vielleicht wünscht, das Härteste. Mit 19° dH (Grad deutsche Härte) liegt es im Härtebereich 3, beim Wasserwerk Berlin Wuhlheide legt man bei einer Gesamthärte von 23,2°dH noch mal eine Schippe Waschmittel mehr drauf. Aber ich weiche ab, schließlich wird die Wasserversorgung hier ja von der MVV Energie AG ( Mannheimer Versorgung und Verkehr) sichergestellt. Diese bedient als börsennotierte AG mit unserem Grundlebensmittel Nr.1 zwar auch Renditen und Dividenden für Aktionäre, befindet sich aber mit einer knappen Mehrheit von 50,1 % immerhin in kommunaler Hand der Stadt Mannheim, zudem steht der Wasserpreis unter gesetzlicher Aufsicht.

Rheinau

Unser Wasser wird aus Grundwasser gewonnen und muss glücklicherweise nicht mit Chlor versetzt werden. Die größte Menge kommt aus dem Rheinauer Wald, die  Wasserwerke Käfertaler Wald und Schwetzinger Hardt (Brunnentiefe 150 m) tragen einen guten Teil zur Qualitätsverbesserung bei und stellen die Versorgung für unseren täglichen Wasserverbrauch von 160 l pro Kopf sicher (2007). Während der Kalk im Wasser lästig, aber gesundheitlich nicht bedenklich ist, heißen die Feinde gesunden Wassers unter anderem Nitrat und Nitrit durch Düngung bei der Landwirtschaft. Im  Wasserschutzgebiet Rheinau gilt bereits ein Grundwassersanierungsplan mit besonderen Auflagen für Landwirte, weil Nitratwerte vorliegen, die problematisch werden könnten. Da das Wasser, wenn es nicht verdunstet oder abfließt nur langsam durch Sand und Gestein nach unten rieselt, sich dabei eigentlich wunderbar auf natürliche Weise selbst reinigt, kann Nitrat aber zum langwierigen Problem von Jahrzehnten werden.

Dennoch ist unser in den drei Wasserwerken aufbereitetes und als LIQUA von der MVV vermarktete Trinkwasser für Säuglingsnahrung geeignet. Es ist übrigens auch in Viernheim, Ilvesheim und Brühl zu haben. 1300 km Wasserrohre durchziehen die Stadt, wenn ich´s richtig verstanden habe, unterquert eine Verbundleitung der Wasserwerke auch den Neckar. Die Versorgung der Haushalte liegt heute bei nahezu 100%. Im Jahre 1900 gab es bei 120.000 Einwohnern gerade mal 5170 Anschlüsse. Somit können wir den alten Wasserturm und seine Fontänen am Friedrichsplatz auch als ein Symbol des Strebens nach Modernität betrachten… Gesundes Wasser für alle!
So, ich hoffe, das war jetzt flüssig genug und nicht zu trocken für euch.

Wasser
(210) 07.2015

Waldgaststätte Schützenhaus

2 Jun

update 05.2017: Waldgaststätte Schützenhaus ohne weitere Hinweise geschlossen vorgefunden.

Schuetzenhaus2

Feinschmecker machen einen Bogen herum, Freunde der Natur steigen nach einer ausgedehnten Fahrt freudig vom Fahrrad herab. Um das Schützenhaus im Käfertaler Wald ranken sich Legenden. Früher, als alles noch aus Holz war, als die US-Soldaten in Mannheim Ausgang hatten, als es noch nicht XXL gab, da hießen die Schnitzel im Schützenhaus Lappen und es hingen gleich zwei davon über den Tellerrand und es waren soo große Lappen! (wie die Hechte, die ich im Neckar geangelt habe.) Es waren die goldenen Zeiten des Schützenhauses.

Schuetzenhaus

Nach wie vor stehen Schnitzel und Grillplatte auf der Speisetafel, doch wir haben nun ein verändertes Verhältnis zu Fleisch und Mengen. Deswegen bestellten wir bei unserem letzten Besuch auch nur Kaffee, Wasser und ein Erdbeerstück, sodass ich keine weitere Auskunft über die derzeitige Qualität und Beschaffenheit des relativ günstigen Speiseangebots geben kann. Die umstehenden Bäume, meist Kiefern, wachsen zwar hoch, aber nicht mehr in den Himmel. Ich glaube, man ist froh, die Restauration halten zu können und ich sage mal, läge der Käfertaler Wald im bevölkerungsreichen Berlin, so gäbe es hier Bockwurst, Currywurst und Pommes bei Selbstbedienung, jede Menge unterschiedliche Leute und auch seltsame Gestalten kämen her und der Laden würde wahrscheinlich brummen. In Mannheim aber bleibt uns nichts übrig, als ihn, den nördlichsten Biergarten Mannheims, hier, im Käfertaler Wald zwischen Blumenau und Lampertheim, wo die Luft schon wieder etwas frischer ist, halt so zu nehmen, wie er war und wie er ist. Als lauschiges Plätzchen im Walde.

Waldgaststätte Schützenhaus
Alter Frankfurter Weg 15
68307 Mannheim
Tel.: 0621/783341

(149) 06.2014

Wildgehege, Käfertaler Wald

23 Dez

Ein Mannheim – Klassiker für Heiligabend, um den Kindern das Warten aufs Christkind zu verkürzen, wenn traditionell am frühen Nachmittag die Wohnung schon tip-top ist. Jetzt bloß keine Unordnung mehr! Im Wildgehege am Karlstern im Käfertaler Wald suhlen dagegen im schönen Kontrastprogramm die Wildschweine.

Schwarzwild

Allerdings rate ich davon ab, schon vor dem Besuch des Wildhgeheges die Festgarderobe anzulegen. Zu leicht kann das zuweilen übermütige Verhalten der Jungschweine Schlammspuren auf den feinen Kleidern hinterlassen.

Schwarzwild2

Natürlich kann man auch an allen anderen Tagen des Jahres hierher kommen und auch Bisons und Dammwild sehen. Der Zugang ist frei und ob mit Fahrrad (gute Wege) oder dem Auto (viele kostenlose Parkplätze), ein kleines Naturerlebnis einschließlich der dazugehörigen authentischen Gerüche ist garantiert.

Bison

Wildgehege
Mannheim – Gartenstadt
Lampertheimer Straße/ Karlsternstraße

täglich – Eintritt frei
Spielplatz am Karlstern

(28) 12.2012

Düsiblog - Matthias Düsi

die Stadt auf meiner Seite

http://urbanhack.tumblr.com/

die Stadt auf meiner Seite

KulturQuer QuerKultur Rhein-Neckar e.V.

die Stadt auf meiner Seite

Marchivum

die Stadt auf meiner Seite

FotoBlog:Mannheim

Daheim ist der Himmel blauer...

Monnemerin

die Stadt auf meiner Seite

Quadratkultur

die Stadt auf meiner Seite

MAWAYOFLIFE

die Stadt auf meiner Seite

Mannheimat

die Stadt auf meiner Seite

POLITKALENDER | MANNHEIM

die Stadt auf meiner Seite

Neckarstadt-Blog

die Stadt auf meiner Seite

Neckarstadtblog

Neues aus unserem Quartier

Mannheim Blog

die Stadt auf meiner Seite

Popklub – Das IndiePopZine

die Stadt auf meiner Seite

Mannheim - tactually - Soul Shopping

die Stadt auf meiner Seite

poemcollision

This WordPress.com site is about love - for words.

Underpop

die Stadt auf meiner Seite