Tag Archives: Musik

Nine Days Wonder

3 Okt

Aus aktuellem Anlass, weil ich gerade zum Genesis-Artikel in einem Kommentar das gesamte Live-Programm des Clubs aus den Jahren 1971 – 1974 gesendet bekam, hier mal ein Erinnerungs- und Würdigungsbeitrag für unsere noch nicht Pop-akademisierten Alt-Vorderen, die, wie ich denke, einen mächtigen Einfluss in unserer Mannheimer Musikszene hatten. Nine Days Wonder, eine Mannheimer Band, die sich vom Beat-Talentschuppen bis zur German-Kraut-Prog-Rock-Band entwickelt hatte. Die Bandfotos auf der Homepage sind wahrhaft Ehrfurcht einflößend. Da ich, etwas jüngeren Jahrgangs, die Gruppe selbst nicht erlebt habe, bin ich auf Anektoden 2. Hand angewiesen, von denen eine ist, dass die Band wegen eines „unmusikalischen Solos“ bei einem Beatband-Wettbewerb 1967 im Rosengarten(!) disqualifiziert wurde und fortan als härteste Band in Mannheim galt. Es war eine Coverversion von My Friend Jack. Na also. Nachzulesen in einem netten Artikel bei Krautrock-Musikzirkus. Die Band veröffentlichte mehrere Alben, wechselte auch mehrmals die Besetzung, hatte einen grottenschlechten Plattenvertrag und ist nun Legende. Der Band-Gründer Walter Seyffer hatte in den frühen 80ern ein Tonstudio im ehemaligen Strebelwerk auf der Friesenheimer Insel, und ich müsste mir eigentlich in den Arsch beißen, dass wir ihm keine Credits hinterlassen hatten, nachdem wir unsere Platte bei ihm aufgenommen hatten. Aber das habe ich jetzt hiermit auch erledigt. Auf Spotify gibt´s übrigens ne Menge zu hören von Nine Days Wonder.
Manche Herren aus der guten alten Zeit sind übrigens heute noch aktiv: Hans Frauenschuh, Michael Bundt und Karl-Heinz Weiler formen die Band Retrodelix, Freddy Münster die RhineStream Jazzband.

Nine Days Wonder
Mannheimer Band
1967 – 1975

(286) 10.2017

Eisstadion am Friedrichspark

15 Feb

Orte der Sehnsucht, wie das Eisstadion am Friedrichspark, vereinen meist bestimmte Eigenschaften in sich. Sie sind Schauplatz zahlreicher schöner Geschichten und, um die schmerzliche Komponente zu erfüllen, sind sie entrückt und nur aus der Entfernung zu erfassen, in unserem Fall freilich eine zeitliche. Es ist offensichtlich, dass die in unserem Inneren verzauberten Bilder im krassen Gegensatz zur vorgefunden äußeren Wirklichkeit stehen.

Eisstadion2

Erstaunlicherweise ist das Wort Nostalgia die medizinische Bezeichnung für jene Krankheit, die als Heimweh bekannt ist. Eine Abwehrreaktion auf unangenehmes Dasein und Fremdgefühl bis hin zur Flucht, ja Weltflucht sogar, womit wir beim Eskapismus angelangt sind und bei eben jenem berühmten „Brot und Spiele“, zu dessem Zwecke das Eisstadion ursprünglich ja erbaut und genutzt wurde, bis 2005 die SAP Arena diese Aufgaben übernahm. Ausgenommen von solcherlei Betrachtungen ist freilich das Treiben des Inliner Sport Club Mannheim, der das umgebaute Stadion nun ganz gegenwärtig als Spiel- und Übungsstätte nutzt.

Eisstadion1

Zurück zur Sehnsucht, die uns ja immer irgendwie zurückführen will, womöglich bis hinein in die Unendlichkeit, doch, bleiben wir am Ball, besser am Puck, hier nahe am Schloß und dem Rhein und der geheimnisvollen alten Sternwarte. Aufstieg und Meisterschaft wurden gefeiert, es wurde gezittert, gesiegt, gekämpft und verloren, vor allem aber gebrüllt und gejubelt was die Kehle her gab. Unglaubliche 11.000 Leute fanden hier mal Platz, oder eben auch nicht, vom Spiel richtig viel sehen konnten nur die Großen oder man brachte sich eine Leiter oder einen Getränkekasten zum drauf stellen mit, sofern zur obligatorischen blau-weis-roten MERC-Fahne noch eine Hand frei war. Apropos: Damals waren die Winter noch kalt und das Stadion, wie auch heute noch, von drei Seiten offen und somit den forsch durchziehenden Winden ausgesetzt. Ein berechtigter Anlass, sich in den Drittelpausen mit Glühwein aufzuwärmen.

Eisstadion3

An manchen Sommerabenden jedoch ergab sich ein anderes Bild: da dienten die Wiesen am Stadion einem bunten Volk nicht zahlungskräftiger Zaungäste als willkommene und stilvolle Lagerstätte, um Rock-Konzerte zu verfolgen, die im Stadion stattfanden. Ein schwerer Liebeskummer und in dessen Folge ein Wermutrausch auf eben jener Wiese waren so eindrücklich, dass ich mich heute noch an das Konzert von Cat Stevens erinnere, der hier seine Foreigner-Suite zum Besten gab. …Oh love, sweet blue love, no man can ever get enough…und dann gab es da auch noch die Rolling Stones, Bob Dylan und Led Zeppelin

Eisstadion am Friedrichspark
Bismarckstraße 6
68159 Mannheim

(222) 02.2016

Tonomat 3000 – Sonne im Park

3 Jul

Lässiges Musik-Video von Tonomat 3000, ihr Erstling, gedreht im Unteren Luisenpark.

Tonomat 3000
Sonne im Park

(AV 01) 07.2013

Blau, Jungbusch

14 Mrz

BlauWenn auf einem handgeschriebenen Etikett Grappa, Grappa, hey! steht, ist die Ansage so klar wie der Inhalt der Flasche da hinter dem Tresen. Wir sind im Blau, im Jungbusch, live! Hier feiert Wreckless Eric …Mänheim… Mänheim.., schüttet Binoculers ihr Herz aus, bekommst du einen great big kiss von Shotgun Party und setzen die Drunken Pilots zur Gitarrenbruchlandung an. Gut möglich, dass ein Gast mit dir anstößt, einfach weil du gerade so rumstehst. Eben hat Seth Faergolzia -Dufus aus New York sein bereits drittes Konzert im Blau beendet. Der Tischkicker ist wieder frei. Nicht mehr lange. Ein paar Hip-Hop Jungs, denen die Shots im Hagestolz  zu teuer sind, amüsieren sich über einen Typen, der sein Glas in zunehmender Schräglage hält, bis er es verschüttet. In der hinteren Ecke verkauft mir Seth im selbstgenähtem Antifolk-Kostüm ein T-Shirt aus seinem knallroten Trolli-shop, neben mir eine interessierte Studentin der Popakademie, wir alle saugen hier Rock´n Roll High-School Luft ein. Schließlich machen sich kostümierte Affen bereit zur shake it wild party. Der Laden wird langsam voll. Unglaublich, dass der Typ mit den nassen Schuhen wieder mit einem frisch Gezapftem dasteht… Lange Zeit bevor Ingo Zielske das Blau eröffnete, waren wir schon Freunde und Weggefährten. Einmal sagte er mir: „Du denkst manchmal zu viel, … zu kompliziert.“ – Mist. – Ja, da mir diese Erkenntnis jetzt wieder in den Sinn kommt, wird es noch schwieriger, seriös zu formulieren über das Netzwerk im Jungbusch, die Leidenschaft, das Nichtkommerzielle oder zu beschreiben, wie klein aber bedeutend das Blau eigentlich ist. Unvermittelt, über den ganzen Trubel hinweg, ruft irgendjemand einfach: „Saugeil!“

BLAU
Jungbuschstraße 14
68159 Mannheim
Tel. 0621-153271

Öffnungszeiten

Mittwoch-Donnerstag
20:00 – 3:00
Freitag + Samstag
20:00 – 3:00

(43) 03.2013

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