Tag Archives: Neckarstadt-West

Neckarwiese

19 Jun

Vergleicht man die Mannheimer Neckarwiese mit der Heidelberger, wird der essenzielle Unterschied zwischen beiden Städten deutlich. Dort ein kleines Stück kultiviertes Rasengrün mit Blick auf die romantische Schloßruine, Promenade und Bänke, auf denen man sich ohne weiteres über Joseph von Eichendorffs Taugenichts mit japanischen Studentinnen austauscht, oder hier kilometerlang naturbelassene Wiese, die schätzungsweise höchstens zwei mal jährlich eine Mahd erhält, Blick auf Industrieanlagen und Strommasten und wenn´s gut läuft, kannst du hier mit einem Ceylan-Spruch punkten. Dort gepflegte öffentliche Toilettenanlagen und hier .. ähh… Aber mal ehrlich, wenn ich wählen müsste, wo ich meinen Urlaub verbringen sollte, auf dem Rasen oder auf der Wiese, also da kannst du mich auch gleich fragen, ob ich ins Schwimmbad will oder ans Meer. Weeschwie’sch-män?

Neckarwiese

(276) 06.2017

KRONK

30 Nov

dsc01565

Werbeplakat für die DVD des aktuellen Programms von Bülent Ceylan, gesehen in der Neckarstadt-West. Bülent ist Mannheims mittlerweile berühmtester Comedian, der gerade eine Bambi Auszeichnung in der Kategorie Comedy erhalten hat. Im Merch-shop: MONNEM IS KRONK!

KRONK
Pyramidenstraße
Neckarstadt-West

(250) 11.2016

Hochbunker / MARCHIVUM

31 Mai

20160531_182438

Immer weniger Menschen können uns über die Mannheimer Kriegsjahre Auskunft geben und auch das flott dahergesagte komm Opa, erzähl uns nix vom Krieg, entspringt kaum den wirklichen Tatsachen, da die traumatischen Erlebnisse doch eher zu Verkapselungen und Schweigsamkeit führten als zu Redseligkeit. So muss ich es als einen glücklichen Zufall bezeichnen, ausgerechnet im Odenwald einem alten Neckarstädter begegnet zu sein, der nicht nur Zeuge der Entstehung des Hochbunkers in der Neckarstadt war und dem die zahlreichen Erlebnisse der letzten Kriegsjahre noch deutlich vor Augen stehen, sondern der mir als begnadeter Erzähler (eine Mannheimer geheime Begabung) mit sichtlicher Freude Auskunft geben konnte. Um es vorweg zu nehmen, schon einen Tick früher als ich ist das Stadtarchiv auf meine Bekanntschaft aufmerksam geworden und ließ ihn als Zeitzeugen in einer eigens erstellten DVD-Dokumentation über den Hochbunker zu Wort kommen. Insofern erübrigen sich jetzt eigentlich meine Worte, bis auf dass ich als Fazit seiner beherzten Ausführungen zitieren möchte: Bunker bieten nur einen bedingten Schutz und keiner, aber auch wirklich bitteschön keiner solle glauben, dass an der gegenseitigen Totschießerei irgendetwas tolles wäre.

20160531_182310

Das Interesse am Hochbunker an der Jungbuschbrücke ist übrigens aktuell auch deshalb so groß, weil er gerade zum neuen Domizil des Stadtarchivs, dem MARCHIVUM, umgebaut wird. In typisch Mannheimer Derbheit wird nun spekuliert, ob dann wohl die ein oder andere Mittagspause in der Lupinenstraße stattfinden wird. Hiervon gänzlich unbeirrt betreibt aber eine Gruppe Studenten gemeinsam mit dem Stadtarchiv ein MARCHIVUM-Blog, der uns über den jeweiligen aktuellen Stand beim Umbau/Neubau des Ochsenpferchbunkers informiert und auch noch über vieles mehr. Schaut doch da mal hinein…

Hochbunker / MARCHIVUM
Ochsenpferchbunker
Helmholzstraße 1
Neckarstadt West

(232) 05.2016

Neckarspitze

29 Dez

Neckarspitze

Am Nullpunkt. Auf der Friesenheimer Insel markiert ein Schild mit einer großen 0 die Mündung des Neckars in den Rhein. Ab hier wird das Neckarufer zum Rheinufer. Gegenüber blicken wir auf die Neckarspitze und auf das Ludwigshafener Rheinufer mit BASF Industriegelände. Wenig Idylle und das Rauschen der Anlagen übertönt den Fluss. Dennoch irgendwie ein Fluchtpunkt.

Neckarspitze2

371 Kilometer schlängelt sich der Neckar von Schwenningen, Tübingen, Stuttgart, Heilbronn schließlich durch den Odenwald über Mosbach, Eberbach und Heidelberg bis nach Mannheim. Seine Mündung lag jedoch nicht immer hier. Vor der Rheinbegradigung 1862  zum Beispiel mündete er schon etwa 2 Kilometer früher  auf der Höhe  der Inselstraße und  er floß auch lange Zeit deutlich südlicher, nämlich  bei Neckarau in den Rhein und wurde so zum Namensgeber dieses Ortes, der heute ein Mannheimer Stadtteil ist.  Vor 14.000 Jahren jedoch suchte sich der Neckar seinen Weg von Ladenburg aus über Viernheim nach  Lorsch, um in wilden Schlangenlinien vorbei an Bensheim schließlich bei Trebur hinter Darmstadt in den Rhein zu fließen. Dieser Weg verlandete aber und so gelang dem Neckar vor rund 9000 Jahren der Durchbruch zu uns nach Mannheim.

neckarspitze4

Zurück zur Neckarspitze, die auf der anderen Uferseite im Handelshafen als das spitze Ende eines stumpfwinkligen Dreiecks in Erscheinung tritt. Diese Stelle erreichen wir über die Neckarvorlandstraße vom Jungbusch aus oder über die Werfthallenstraße vom Parkring. Am Ende der Straßen führt von einem LKW-Parkplatz  eine Privatstraße vorbei an hohen Bunkerkesseln  zum letzten Zipfel, der aus Gestein gebildet ist.  Von hier hat man eine sehr schöne Aussicht und kann die Vereinigung von Rhein und Neckar gebührend feiern.

neckarspitze3

Neckarspitze
Werfthallenstraße
Mannheim

(220) 12.2015

Die verlassenen Gärten auf der Friesenheimer Insel

28 Okt

EINST GAB ES auf der Friesenheimer Insel einige Gärten vor dem Damm zum Neckar hin. Sie lagen fast auf der Höhe der Neckarspitze und gehörten zur Kleingartenanlage hinter der Kammerschleuse. Nach mehreren Hochwassern in den 80er und 90er Jahren wurden sie aufgegeben. Es befanden sich auch einige kleine Steinhäuser darauf, die nach dem 2. Weltkrieg als Unterkunft dienten, aber wahrscheinlich abgetragen wurden. Man überließ das Gelände sich selbst und Brombeeren wucherten. Von der früheren Gartenpracht lassen nur noch einige Obstbäume ahnen, die wundersam frei im umgebenden Dickicht stehen und zu denen geheimnissvolle schmale Schneisen führen. Weder Krähen noch andere Vögel sind hier Besucher gewohnt.

VG

Einen Einblick in diese verzauberte Welt, ohne sich die Kleider an Dornen zu zerreißen, bietet diese FOTOSTRECKE.

Die verlassenen Gärten auf der Friesenheimer Insel
vor dem Neckardamm hinter der Kammerschleuse

(181) 10.2014

Neckargärten, urbanes Gärtnern in Mannheim

6 Jul

urban-gardening1

Karotten, Grünkohl, Salat, jawohl so muss das sein! Wenn schon vegan, dann auch selbst angebaut. Auch wenn ein 3 m² Beet sicherlich nicht zur Selbstversorgung für eine Familie reicht, urbanes Gärtnern hat eine weitreichendere Bedeutung. Hier wird das starre, stereotype System von Straße, Gehweg, Häuserblock aufgebrochen. Nicht abgegrenzt irgendwo in der Prärie, (es gibt immerhin 27 Kleingärtnerkolonien in Mannheim), sondern mitten im Stadtraum zur unmittelbaren Verwirklichung sozialer und ökologischer Bedürfnisse.

urban-gardening3

Die 2000 m² große ehemalige, eher langweilige Rasenfläche an der Waldhofstraße hat sich zum Ort gärtnerischer Erprobungen gewandelt, auch eine Schulklasse beackert ein eigenes kleines Beet. Den Mittelpunkt der Anlage bildet eine große Kräutersprirale. Die umgebenden Verkehrsgeräusche lassen keine falsche Idylle aufkommen. Allerdings ist schon der Geruch der offenen Gartenerde ein Genuß. Die Stadt Mannheim will Partner dieser Wiederaneignung öffentlichen Raums sein (wann ist uns dieser eigentlich verloren gegangen?) und kann und will mit Rat und Tat auch weitere Projekte unterstützen. Nicht zuletzt werden ja kommunale Grünpflegeaufgaben der Allgemeinheit überantwortet. Gut Grün!

urban gardening2

Neckargärten e.V.
Ecke Waldhofstraße/ Zeppelinstraße
Mannheim, Neckarstadt-West

(157) 07.2014

Guerilla-Stricken in Mannheim

26 Jun

Jede Ära hat ihre Zeichen und Symbole. Manche Zeichen unserer Zeit werden in Mannheim, wie in vielen anderen Städten auch, gestrickt und gehäkelt. Eine eher weibliche Spielart der Aneignung des öffentlichen Raumes.

Guerilla-Stricken2

Ich denke, es ist ein bisschen wie bloggen mit Wolle. Wenn´s fertig ist, haut man sein Zeug raus und freut sich, wenn´s jemandem gefällt. Auch wenn es diesen Slogan Strickt dagegen gibt, oftmals ist das Werk selbst die Botschaft und selten mit politischen Statements verbunden. Es muss bunt sein. Kaum wird in grau gestrickt, jedoch häufig anonym, obwohl es sich nicht um Sachbeschädigung handelt. Die Klorollenmützen, die bereits in den Siebzigern alle Grenzen des guten Geschmacks überschritten hatten, könnten den Aktivistinnen eine Warnung sein, trotz allem Enthusiasmus Augenmaß zu bewahren. Viele Aktionen sind nur kurze Zeit zu sehen und die Strickerinnen fotografieren sie daher nach Fertigstellung auch gleich. In der Neckarstadt-West hingegen konnten sie im Juni bereits den ersten Geburtstag des Häkeltors feiern, welches sich zu einer kleinen Mannheimer Sehenswürdigkeit entwickelt hat.

Guerilla-Stricken

Guerilla-Stricken in Mannheim
Häkeltor
Riedfeldstraße / Ecke Draisstraße
Neckarstadt-West

(154) 06.2014

Düsiblog - Matthias Düsi

die Stadt auf meiner Seite

http://urbanhack.tumblr.com/

die Stadt auf meiner Seite

KulturQuer QuerKultur Rhein-Neckar e.V.

die Stadt auf meiner Seite

Marchivum

die Stadt auf meiner Seite

FotoBlog:Mannheim

Daheim ist der Himmel blauer...

Monnemerin

die Stadt auf meiner Seite

Quadratkultur

die Stadt auf meiner Seite

MAWAYOFLIFE

die Stadt auf meiner Seite

Mannheimat

die Stadt auf meiner Seite

POLITKALENDER | MANNHEIM

die Stadt auf meiner Seite

Neckarstadt-Blog

die Stadt auf meiner Seite

Neckarstadtblog

Neues aus unserem Quartier

Mannheim Blog

die Stadt auf meiner Seite

Popklub – Das IndiePopZine

die Stadt auf meiner Seite

Mannheim - tactually - Soul Shopping

die Stadt auf meiner Seite

poemcollision

This WordPress.com site is about love - for words.

Underpop

die Stadt auf meiner Seite