Tag Archives: Politik

Klimademos in Mannheim

28 Mrz

Die meisten Politiker nehmen das bisher leider nicht sehr ernst. Die Klimademos. Die Schulstreiks jeden Freitag. Im Gegenteil. Wenn die Schüler*innen den Regierungspolitikern auf ihren mitgebrachten Pappschildern Untätigkeit vorwerfen und sie auffordern endlich zu handeln, haben die Politiker allen Grund zur Freude. Denn das bedeutet für sie nämlich, dass die Jugendlichen noch gar nicht gemerkt haben, wie aktiv die Regierung in Wirklichkeit ist. Und zwar sehr aktiv, aber für ganz andere Interessen. Diese sollen natürlich im günstigsten Fall weitgehend unbemerkt bleiben. Nur der Lindner von der FDP Opposition hatte sich vor Kurzem fast verplappert mit seinem Spruch über die Profis. Diese Profis kennen wir. In der guten alten Zeit wusste man in Mannheim noch, wie man sie nennt: Profitgeier, Gierhälse, Dreckspatzen, Lügenbeutel, Ausbeuter. Nur Kapitalistenschweine sollten wir nicht mehr sagen, zum Schutz der Tiere. Großkotz und Hosseschisser gehen aber noch. Wenn allerdings Politiker und Leute in verantwortlicher Position sich bei den Jungendlichen anbiedern, ohne etwas zu riskieren und ohne mutig voranzuschreiten, dann sind das Schleimscheißer. Und von denen brauchen wir aus Gründen der Artenvielfalt wie auf der Arche Noah höchsten zwei.

Mehr als 2000 Schüler*innen sind vor kurzem vom Schloß aus durch Mannheims Strassen gezogen für einen raschen Kurswechsel. Was machen eigentlich die restlichen 300.000 Mannheimer*innen? Auch für mich ist klar, so geht’s nicht weiter und ich ärgere mich, dass es keinen politischen Aufbruch gibt. Dabei geht es ja nicht allein um die Umwelt zerstörenden Emissionen. Das gesamte Prinzip der globalen Ausbeutung von Mensch und Natur muss ein Ende haben. Und das geht eben nicht allein durch private Konsumentscheidungen, sondern dafür braucht es die volle Unterstützung durch die Regierung. Mir fällt da gleich ein grosser bunter Strauß an Massnahmen ein. Stattdessen führt uns der gefühlte Stillstand nicht nur zu einer folgenreichen Klimaerwärmung, sondern auch in depressive Zustände. Das kann doch nicht sein. Die Klimaziele, deren Erreichen die Politiker verschoben haben, waren doch längst vereinbart. Da frage ich mich, warum auch nur ein Kind in Deutschlands Schulen sitzen bleiben muss. Aber es geht nicht um Strafe und es ist sehr gut, dass die Proteste gewaltfrei sind und bleiben. Denn mit ihrer Forderung nach Klimagerechtigkeit stossen sie vor in eine neue Dimension weltumfassender Solidarität. Das Ziel, so verstehe ich das, ist eine lebenswerte, gewaltfreiere Welt. Wir sollten alle dabei sein.

Klimademos in Mannheim
FRIDAYS FOR FUTURE

(346) 03.2019

Capitol

14 Mrz

Also Leute, so eine schönes Kino und so ein Theater! Dieses endlose hin und her wegen eines alten Sarotti-Mohrs. Ob er bleiben kann oder nicht. Natürlich kann der weg, der alte Kram. Das braucht kein Mensch. Ist doch sowieso Reklame. Ich weiß gar nicht, wo das Problem ist. Ich meine, die alte Werbefigur ist von der Kolonialzeit geprägt, das sieht doch heutzutage ein Blinder mit Krückstock. Also was solls. Bevor sich jetzt noch mehr Leute dran aufgeilen und ihre Witze machen und extra große Mohrenköpfe kaufen und mit breitem Grinsen verspeisen, kommt er halt weg. Das ist im Grunde wie bei den Waldhof Buwe: Auf gehts und vorwärts! Sonst kannst du nicht gewinnen. Na ja, das Capitol. Früher waren da jede Woche super Konzerte, in der Schall und Rauch Ära von Matthias Graupner. Da sind auch viele schwarze Jazz Musiker aufgetreten. Manfred Rinderspacher, der Fotograf, hat davon viele wunderbare Fotos gemacht, die könnte man zeigen. Aber, das will wohl heute niemand wissen. Na ja, das Programm ist jetzt meistens mehr so… Kleinkunst oder Comedy. Wobei, das Capitol war auch mal ganz großes Kino. Das größte 1927 und ist immer noch wunderschön mit Kuppeldecke und so, herrlich. Es ist auf jeden Fall gut, dass kein Supermarkt draus geworden ist. Obwohl, nee, na ja doch.

Capitol
Eventhaus mit dem besonderen Flair für Konzerte, Music Shows, Comedy und Kabarett.
Waldhofstraße 2, 68169 Mannheim
0621 3367333

(345) 03.2019

LED Wand am MVV Hochhaus

7 Feb


Foto Neckarstadtblog

Es war einfach zu krass, zu schrill, zu rot, als dass sich jeder über die neue, erste und bisher einzige LED Videowand in Mannheim am MVV Hochhaus hätte freuen können, die seit Dezember 2018 in Betrieb ist. Über Mannheim und seine Beziehung zur Farbe rot habe ich mich ja hier schon ausgelassen, jedenfalls bluteten vielen schon nach halber Fertigstellung die Augen wie in Ludwigshafen. Und es gibt ja auch tatsächlich Argumente.
Das Hochhaus, übrigens ein Mitzlaff-Bau aus dem Jahr 1961, ragt am Neckar in den Himmel. Daher hatte der Architekt klugerweise zartes hellblau gewählt, das sowohl der Neckarbrüh, wie auch dem Himmel gerecht wird. Die große Videotafel fügt sich allerdings weder in das eine, noch in das andere ein, vor allem nicht, wenn sie pink leuchtet. Das Haus wird jetzt Leuchtturm genannt und diese Bezeichnung verrät ungewollt auch etwas über seine Randlage am Luisenring, Durchgangsstraße für Autos und kaum Fußgänger. Im Gegensatz zum New Yorker Times Sqare oder dem Viertel Shibuya in Tokyo, sind die neuen Lichter nicht Teil einer bunten Zusammenballung, wo wirklich Rummel ist, hier führt eher eine metropole Illusion Regie, aber warum nicht. Was die Lichtemissionen betrifft ist Mannheim (mit Ludwigshafen) sowieso nachts eine recht helle Stadt. Zur Eindämmung von Lichtemissionen wir vom BUND empfohlen, die Beleuchtung auf das Mindestmaß in Abhängigkeit vom damit verfolgten Zweck zu begrenzen und die Fernwirkung von Lichtquellen durch Begrenzung der Höhe der Lichtquelle zu beschränken und das wird bei neuen Straßenlaternen auch berücksichtigt. Wie es den Tieren mit der Tafel geht, weiß ich nicht, aber mittlerweile fühlen sich Anwohner in ihren Wohnungen durch die schrille Beleuchtung gestört, Autofahrer fühlen sich abgelenkt, andere widerum trauern dem ungestörten romantischen Sonnenuntergang am Neckar nach.

Jedenfalls gibt es auch schon eine online-Petition zum Abschalten. Der Mannheimer Morgen hielt sich bisher mit Kritik zurück. Kein Wunder, es sollen ja auch seine Schlagzeilen über die Tafel flimmern. Aber irgendwie, mal ganz abgesehen davon, dass es eigentlich nur um recht billigen Content geht, der ausgestrahlt wird, während von der kreativen Kultur, die sich Mannheim auf die Fahne schreibt auf der Tafel nicht zu sehen ist, (die Technik würde es möglich machen, was Besonderes zu zeigen), scheint die MVV reagiert zu haben und hat die Farbe gewechselt. Ich werte das mal als einen kreativen Anfang, vielleich ein Neustart. Sollte mein nächster Artikel heißen Mannheim ist blau?

LED WAND am MVV Haus
MVV Energie AG
Luisenring 49
68159 Mannheim

(341) 02.2019

Mahnmal für die Opfer der Zwangssterilisation im Nationalsozialismus

23 Jan

Seit 2013 ist diese Plastik des in Mannheim geborenen Künstlers Michael Volkmer zu sehen und wechselt dabei immer mal wieder den Standort, der jeweils auch ein ehemaliger Tatort war in Mannheim. Die sterile und abweisende Erscheinung des Quaderblocks weckt Erinnerungen an Krankenhaus und Anstalt im negativem Sinn. Die in der Nazi-Zeit unter der Ideologie der Rassenhygiene verübten Taten an sog. Behinderten können heute deutlich als Verbrechen markiert werden, wenngleich die damals das Unrecht Ausführende kaum zur Rechenschaft gezogen wurden. Schwieriger ist es in heutiger Zeit, einzuordnen, wo sich die Linien der Macht entlangziehen. Die aktuell diskutierte Vorlage, praenatale Bluttests zu Regelleistungen der Krankenkassen zu machen, will dafür sorgen, dass behinderte Kinder nicht zum sozialen Stigma werden. Andererseits definiert der Test auch eine Norm und eine weitere Tür für den gesellschaftlichen Trend zur Selbstoptimierung könnte geöffnet werden. Durch neue Techniken lassen sich womöglich bald noch mehr Eigenschaften als Geschlecht oder Down-Syndrom vor der Geburt schon erkennen.
Ich weiß nicht, wie viele sogenannte Behinderte dieses Blog lesen, aber mit etwas Emphatie kann ich mir vorstellen, dass meine Normalität eine etwas andere ist, als die eines behinderten Menschen. Und so stellt sich mir die Frage nach der Macht, die Normen und Gesundheit definiert und wie sie mit Abweichungen umgeht. Und es stellt sich auch die Frage nach der Freiheit, für die um ihr Selbstbestimmungsrecht kämpfenden Frauen, wie auch die Frage nach der Lebensqualität entscheidend ist, die die gesellschaftliche Ordnung für die von der Norm Abweichenden und ihren Familien bereithält.

Mahnmal für die Opfer der Zwangssterilisation im Nationalsozialismus
An wechselnden Standorten in Mannheim

(338) 01.2019

Schützenhaus

9 Nov

In letzter Zeit erreichten dieses Blog irritierend viele Suchanfragen zum Schützenhaus, bis es mir endlich dämmerte, dass nicht die im Käfertaler Wald gelegene Einkehr gefragt ist, sondern jenes verlassen wirkende Gebäude an der Feudenheimer Au, das, wenn wir mit den Rädern vorbeikamen, nie einen besonders einladenden Eindruck gemacht hatte und welches ich aus Höflichkeit hier bei Alles Mannheim bisher ignorierte.

Die gesteigerte Aufmerksamkeit für dieses Anwesen erklärt sich dadurch, dass die Afd-Partei hier regelmäßig Veranstaltungen abhält und nun gut, wer Jagd auf die Kanzlerin macht, trifft sich im Schützenhaus. Apropos: Treffen sich zwei Jäger… Im Ernst, diese Partei wäre nichts für mich. Es gibt gute Gründe, unzufrieden zu sein, aber dieses Sammelbecken für Unzufriedene ist durch ihre Wahlerfolge zur geöffneten Büchse der Pandora geworden und keiner ist mehr in der Lage, die Macht- und Gewaltfantasien ihrer Mitglieder und Sympathisanten einzufangen. Ich halte dem Vorstand der Mannheimer Afd allerdings zugute, dass er sich wenigstens zur biederen Partei-Mitte bekennt, die mit folgenden Worten den hochkantigen Rauswurf des Thüringer Parteikollegen Höcke fordert: „Dieser komplett aus den Fugen geratene Größenwahnsinnige verrichtet ein einzigartiges Zerstörungswerk in Deutschland, indem er die Afd […] für breite Wählerschichten unwählbar macht.“ Und weiter: „Eine Höcke-Afd wäre eine rechtsextreme Partei[…] Es ist die Aufgabe eines jeden, der aus der dunkelsten Zeit unserer Geschichte gelernt hat, egal ob innerhalb oder außerhalb der Afd, Flagge zu zeigen und mit aller Kraft dafür zu streiten, dass das niemals geschieht.“ Dieser Forderung komme ich hier gerne nach und besser hätte ich es kaum raushauen können, aber dann schießt eben auch gleich wieder einer quer und hält eben diesen Höcke für das Beste an der ganzen Afd. Nein danke. Übrigens wurde das deutsche Schützenwesen in das UNESCO Verzeichnis immaterielles Weltkulturerbe in Deutschland aufgenommen, wie auch das Singen der Lieder der deutschen Arbeiterbewegung. Aber ich glaube, mit Leitkultur meint die Afd was anderes. Jedenfalls, zur Sonne, zur Freiheit werden uns diese Leute nicht führen. Eher hinters Licht, wo es dann dunkel wird. Demokratie gilt ihnen ja auch nur als Mittel zur Anhäufung von Macht. Und was für einen Sieg kann ich denn erringen, wenn ich nicht gegen ungerechte Kapital- und Besitzverhältnisse, sondern gegen Migranten kämpfe. Lächerlich. Und das Geld wollen sie nach nationalistischen Kriterien verteilen, anstatt die Macht des Geldes zu brechen. So wird das nichts mit der Evolution. Verarschen kann ich mich selber. Aber bevor jetzt die Zeit hier anfängt rückwärts zu laufen, fahr ich mal lieber weiter.

Schützenhaus

(331) 11.2018

Vom Wasserturm

3 Nov

329 Artikel über Mannheim und nun erst vom Wasserturm, Mannheims Blickfang und Wahrzeichen Nummer 1? So langsam mache ich mich verdächtig und das völlig zu recht. Zeitlebens Mannheimer, den Turm täglich vor Augen, erfasst mich doch immer wieder ein Befremden bei seinem Anblick. Gleichwohl will ich voranstellen, den Wasserturm zu lieben, wie es mir von Kindesbeinen an beigebracht wurde und auch wir haben unseren Kindern gelehrt ihn zu lieben. Es ist wahrscheinlich vielen Mannheimern so, dass sie ihn lieben und wie ich, ihn lieben müssen, obwohl für sich genommen der Mannheimer Wasserturm ganz und gar unerträglich erscheint. Man wird ihn also auch lieben, um seiner Unerträglichkeit zu entkommen.

Nicht seine ehemalig wohltuende Funktion zur städtischen Wasserversorgung ist hier Anlass der Ausführungen, sondern die Fassade, die Hülle, die dieses technische Bauwerk umgibt. Als sich die Stadt Mannheim für den Entwurf des gerade mal 23 jährigen Stuttgarter Architekten Gustav Halmhuber entschied, befasste man sich in Paris mit der kühnen Konstruktion des Eiffelturms. Das Einreichungs-Motto für unseren Turm „ars longa, vita brevis“ („Die Kunst ist lang, das Leben kurz.“) hauchte noch den Atem des studentischen „Gaudeamus igitur“ (lateinisch: Lasst uns also fröhlich sein!), doch nicht jugendlicher Aufbruch in die Avantgarde, sondern Bewunderung für Kaiser und imperiales Machtstreben schien unseren Architekten zu faszinieren und so entwarf er monumental im altrömischen Stil, mit behelmten Sphinxen links und rechts, die den Gedanken an erfolgreiche Eroberungen ferner Länder und Kulturen verkörperten. Schließlich hatte sich zu jener Zeit in Deutschland und auch in Mannheim der Ruf nach einem „Platz an der Sonne“ durchgesetzt, wie die Kolonialpolitik damals euphemistisch beworben wurde. Es war auch diese Überheblichkeit, gepaart mit der Verherrlichung des Militarismus, die geradewegs in den ersten Weltkrieg führte. Herausgekommen ist aber zunächst ein plumpes Bauwerk, das schon damals als runde Grabkapelle kritisiert wurde, in gelben(!) Sandstein. Die Planer der noch zu gestaltenden Friedrichplatz-Anlage waren gewarnt und versuchten zu retten, was kaum zu retten war, verwendeten kontrastreich roten Buntsandstein und versuchten das mißglückte Bauwerk so gut wie möglich in das Ensemble einzubinden und aufzuwerten.

Lange habe ich nachgedacht, was genau Ursache für seine Hässlichkeit ist. Es ist das Fehlen jeglicher Dynamik am formprägenden Mittelteil des Turms, keine Verjüngung nach oben, nicht die leiseste Krümmung in der Senkrechten, die etwas Spannung gebracht hätte, die pure Starrheit, die man heute bei Dunkelheit notdürftig durch Licht zu kaschieren versucht, völlig vergeblich dies aber bei Tageslicht, wo er umso beharrlicher seine einfältige Dumpfheit zu verströmen scheint und auch die stumpf kegelförmige Kupferhaube vermag daran nichts zu ändern.
Der Architekt, der inzwischen in Berlin am Reichstag und später an Siegerallee und Kaiser Wilhelm Denkmal mitarbeitete, mag seinen Fehler geahnt haben. Es ist nicht bekannt, dass er zur Einweihung anwesend war. Was tun also, um heute Pein und Fremdscham zu begegnen? Abreißen ist keine Option, wir können ja nicht so tun, als hätte es in der Vergangenheit nie Fehler gegeben und schließlich steht der Turm unter Denkmalschutz, was wir dann auch getrost als Aufforderung wörtlich nehmen sollten: Denk mal! Dies weist uns nun den Weg aus misslicher Lage und nur so können wir frei seine Gestalt hinnehmen als das, was sie wohl ist, die Geschmacklosigkeit eines politisch-historischen Irrwegs und nur so gehe ich nun seine Stufen zum Balkon hinauf und geniesse die bescheidene Weitsicht, die er mir bietet.

Vom Wasserturm
Friedrichsplatz
68161 Mannheim

(330) 11.2018

Löbel

12 Jun

update 30.07.2017: Nikolas Löbel zieht seinen Eichbaum-Sixpack aus der Werbung zurück. Eichbaum will politisch neutral bleiben! Löbel klebt weiter fleißig Plakate und Nubes scheint den ungleichen Wettkampf nun zu verlieren. Löbels Strategie: Ich hör erst auf euch zu nerven, wenn ich im Bundestag sitze…

_ _ _

Für Nikolas Löbel, dem aufstrebenden stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Mannheimer CDU Gemeinderatsfraktion, gibt es eine Lieblingsverodnung. Sie findet sich als Abschnitt 3 Punkt 14 Teil B im Mannheimer Stadtrecht. Diese erlaubt es politischen Parteien, Wählervereinigungen, Gruppierungen und Einzelkandidaten/Innen, also auf jeden Fall ihm, eigene Werbeträger bis zum Größenformat DIN A0 aufzustellen. In Mannheim eine Sonderregel. Für gewöhnlich darf hier Werbung nur auf Litfaßsäulen oder für eine gehörige Portion Geld auf die berühmten Mannheimer Stimmgabeln gebappt werden.
Amt und Würden verschaffen unserem tapferen Mann nun aber ein Privileg, seinen Namen und sein Konterfei zu jeder (meist selbst geschaffenen) Gelegenheit ins öffentliche Stadtbild zu schieben und er nutzt dieses Privileg zu meinem Leidwesen wie kein anderer grandios aus. Ob ein Fassbieranstich mit Bundestagspräsident Lammert, oder aktuell gerade sein Wunsch auf Grillpartys eingeladen zu werden, kaum ist das eine Plakat entfernt, kommt schon das nächste. Aber mal ehrlich, Bier trinken, grillen… ist das der Stoff, aus dem bei uns Helden gemacht werden? Komm Nikolas, wir gehen mal ein bisschen härter ran. Wie wär’s: Günstige Wohnungen suchen mit Nikolas Löbel, oder gut bezahlte Jobs finden mit Nikolas Löbel? Und wenn dann durch deine volle Aufopferung viele Wunder geschehen sind, dann wirst du zur Legende! Und dann können wir uns auch die doofen Plakate sparen.
A working class hero is something to be… tadadi, tadadi…

Löbel
Mannheimer CDU Politiker, Plakatierer

(274) 06.2017

 

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