Tag Archives: Prog-Rock

2. British Rock Meeting

15 Okt

Hier mal ein Festival, das in Mannheim nicht stattfand, obwohl die Plakate schon gedruckt waren. Per einstweiliger Verfügung stoppte die Stadt das Vorhaben des damals grade mal 26 jährigen Lieberberg und seines Partners Avram mit ihren frisch gegründeten Mama Concerts. Als Open Air Festival nach Woodstock-Vorbild sollte es auf unserer Friesenheimer Insel stattfinden. Immerhin konnte man mit 50 bis 60% amerikanischen GIs als Besucher kalkulieren. Aber nein. So musste schnell ein Ausweichort in der Nähe gefunden werden. Das Festival startete dann wohl unter miesen Bedingungen, aber eben doch legendär so kurzfristig bei Germersheim, dass es dort angesichts der anrollenden 100.000 nicht mehr verhindert werden konnte. Übrigens trat damals auch die Band Abacus auf, mit dem 2014 tragisch verstorbenen Mannheimer Schlagzeuger Konstanin Bommarius (Karthago) und die Odenwälder Guru Guru spielten mitternachts nach Pink-Floyd. Die Doors und Country Joe McDonald kamen aber nicht. Und weil das Festival in Mannheim nie stattgefunden hatte, werden wir hier im Jahr 2022 auch kein Jübiläumsfest erlebt haben. (übrigens mein erster Satz in Futur II in diesem Blog!) Eine informative Seite zum Festival in Germersheim auf der Insel Grün findet ihr hier.

2.British Rock Meeting
20.21.22. Mai 1972
nicht in Mannheim

(287) 10.2017

Nine Days Wonder

3 Okt

Aus aktuellem Anlass, weil ich gerade zum Genesis-Artikel in einem Kommentar das gesamte Live-Programm des Clubs aus den Jahren 1971 – 1974 gesendet bekam, hier mal ein Erinnerungs- und Würdigungsbeitrag für unsere noch nicht Pop-akademisierten Alt-Vorderen, die, wie ich denke, einen mächtigen Einfluss in unserer Mannheimer Musikszene hatten. Nine Days Wonder, eine Mannheimer Band, die sich vom Beat-Talentschuppen bis zur German-Kraut-Prog-Rock-Band entwickelt hatte. Die Bandfotos auf der Homepage sind wahrhaft Ehrfurcht einflößend. Da ich, etwas jüngeren Jahrgangs, die Gruppe selbst nicht erlebt habe, bin ich auf Anektoden 2. Hand angewiesen, von denen eine ist, dass die Band wegen eines „unmusikalischen Solos“ bei einem Beatband-Wettbewerb 1967 im Rosengarten(!) disqualifiziert wurde und fortan als härteste Band in Mannheim galt. Es war eine Coverversion von My Friend Jack. Na also. Nachzulesen in einem netten Artikel bei Krautrock-Musikzirkus. Die Band veröffentlichte mehrere Alben, wechselte auch mehrmals die Besetzung, hatte einen grottenschlechten Plattenvertrag und ist nun Legende. Der Band-Gründer Walter Seyffer hatte in den frühen 80ern ein Tonstudio im ehemaligen Strebelwerk auf der Friesenheimer Insel, und ich müsste mir eigentlich in den Arsch beißen, dass wir ihm keine Credits hinterlassen hatten, nachdem wir unsere Platte bei ihm aufgenommen hatten. Aber das habe ich jetzt hiermit auch erledigt. Auf Spotify gibt´s übrigens ne Menge zu hören von Nine Days Wonder.
Manche Herren aus der guten alten Zeit sind übrigens heute noch aktiv: Hans Frauenschuh, Michael Bundt und Karl-Heinz Weiler formen die Band Retrodelix, Freddy Münster die RhineStream Jazzband.

Nine Days Wonder
Mannheimer Band
1967 – 1975

(286) 10.2017

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