Tag Archives: Oststadt

Jugendstil Fassade

20 Jun

[Mein Leben ist nicht diese steile Stunde,
darin du mich so eilen siehst.
Ich bin ein Baum vor meinem Hintergrunde,
ich bin nur einer meiner vielen Munde
und jener, welcher sich am frühsten schließt]

Rainer Maria Rilke

Jugendstil Fassade
Stresemannstraße
68161 Mannheim

(357) 06.2019

Ein bus fährt

6 Mai

one bus drives
out of my brain
rolling punches
powder pain
passing the past
fast frozen cheesburgers
you will pay at last
riddle of pain
slippery train
titles trousers titts chains tangle
nothing pendels
but a true saint plastic bangle on the door
we go for
we go forward
for what for what
you do ask me not to worry
‚cause the bus is in hurry
so you’re testing the pedal of this cute weird pet
streaming gas floating from back
streaming gas
for the bus is right in time
but just too fast
DON’T WALK this line

Ein bus fährt
(350) 05.2019

Schaufenster 41

9 Dez

Antiquitätenhändler scheinen ganz gut mit Zeit umgehen zu können.

Schaufenster 41
Am Friedrichsplatz
68161 Mannheim

(333) 12.2018

Vom Wasserturm

3 Nov

329 Artikel über Mannheim und nun erst vom Wasserturm, Mannheims Blickfang und Wahrzeichen Nummer 1? So langsam mache ich mich verdächtig und das völlig zu recht. Zeitlebens Mannheimer, den Turm täglich vor Augen, erfasst mich doch immer wieder ein Befremden bei seinem Anblick. Gleichwohl will ich voranstellen, den Wasserturm zu lieben, wie es mir von Kindesbeinen an beigebracht wurde und auch wir haben unseren Kindern gelehrt ihn zu lieben. Es ist wahrscheinlich vielen Mannheimern so, dass sie ihn lieben und wie ich, ihn lieben müssen, obwohl für sich genommen der Mannheimer Wasserturm ganz und gar unerträglich erscheint. Man wird ihn also auch lieben, um seiner Unerträglichkeit zu entkommen.

Nicht seine ehemalig wohltuende Funktion zur städtischen Wasserversorgung ist hier Anlass der Ausführungen, sondern die Fassade, die Hülle, die dieses technische Bauwerk umgibt. Als sich die Stadt Mannheim für den Entwurf des gerade mal 23 jährigen Stuttgarter Architekten Gustav Halmhuber entschied, befasste man sich in Paris mit der kühnen Konstruktion des Eiffelturms. Das Einreichungs-Motto für unseren Turm „ars longa, vita brevis“ („Die Kunst ist lang, das Leben kurz.“) hauchte noch den Atem des studentischen „Gaudeamus igitur“ (lateinisch: Lasst uns also fröhlich sein!), doch nicht jugendlicher Aufbruch in die Avantgarde, sondern Bewunderung für Kaiser und imperiales Machtstreben schien unseren Architekten zu faszinieren und so entwarf er monumental im altrömischen Stil, mit behelmten Sphinxen links und rechts, die den Gedanken an erfolgreiche Eroberungen ferner Länder und Kulturen verkörperten. Schließlich hatte sich zu jener Zeit in Deutschland und auch in Mannheim der Ruf nach einem „Platz an der Sonne“ durchgesetzt, wie die Kolonialpolitik damals euphemistisch beworben wurde. Es war auch diese Überheblichkeit, gepaart mit der Verherrlichung des Militarismus, die geradewegs in den ersten Weltkrieg führte. Herausgekommen ist aber zunächst ein plumpes Bauwerk, das schon damals als runde Grabkapelle kritisiert wurde, in gelben(!) Sandstein. Die Planer der noch zu gestaltenden Friedrichplatz-Anlage waren gewarnt und versuchten zu retten, was kaum zu retten war, verwendeten kontrastreich roten Buntsandstein und versuchten das mißglückte Bauwerk so gut wie möglich in das Ensemble einzubinden und aufzuwerten.

Lange habe ich nachgedacht, was genau Ursache für seine Hässlichkeit ist. Es ist das Fehlen jeglicher Dynamik am formprägenden Mittelteil des Turms, keine Verjüngung nach oben, nicht die leiseste Krümmung in der Senkrechten, die etwas Spannung gebracht hätte, die pure Starrheit, die man heute bei Dunkelheit notdürftig durch Licht zu kaschieren versucht, völlig vergeblich dies aber bei Tageslicht, wo er umso beharrlicher seine einfältige Dumpfheit zu verströmen scheint und auch die stumpf kegelförmige Kupferhaube vermag daran nichts zu ändern.
Der Architekt, der inzwischen in Berlin am Reichstag und später an Siegerallee und Kaiser Wilhelm Denkmal mitarbeitete, mag seinen Fehler geahnt haben. Es ist nicht bekannt, dass er zur Einweihung anwesend war. Was tun also, um heute Pein und Fremdscham zu begegnen? Abreißen ist keine Option, wir können ja nicht so tun, als hätte es in der Vergangenheit nie Fehler gegeben und schließlich steht der Turm unter Denkmalschutz, was wir dann auch getrost als Aufforderung wörtlich nehmen sollten: Denk mal! Dies weist uns nun den Weg aus misslicher Lage und nur so können wir frei seine Gestalt hinnehmen als das, was sie wohl ist, die Geschmacklosigkeit eines politisch-historischen Irrwegs und nur so gehe ich nun seine Stufen zum Balkon hinauf und geniesse die bescheidene Weitsicht, die er mir bietet.

Vom Wasserturm
Friedrichsplatz
68161 Mannheim

(330) 11.2018

Akademiekonzert

13 Jun

Ich möchte dich jetzt gerne mitnehmen in ein Akademiekonzert, das immerhin eine Mannheimer Institution ist. Dich, der keine klassischen Konzerte und keine Komponisten kennt. Wir gehen in den Rosengarten gleich am Wasserturm, genauer gesagt in den großen Mozartsaal. Viel Holz wirst du dort an den Wänden und Decken sehen, das ist für den Klang und es gibt Konzertsäle, wie die Berliner Philharmonie, da ist der Klang noch viel besser, aber wenigstens haben wir in Mannheim einen Konzertsaal. Früher war hier der Nibelungensaal, der sagenhafte 6000 Leute aufnahm, aber er ging im Krieg kaputt. Der Neubau bietet immerhin 1628 Sitzplätze. Schau: das Konzert ist ausverkauft, Alte und Junge, Frauen und Männer, elegant oder sportlich modern Gekleidete sind da.

Jetzt kommt das Orchester auf die Bühne. Es sind traditionell die Musiker des Mannheimer Nationaltheaters. Sie bekommen gleich Beifall. Sie stimmen eine Weile ihre Instrumente und dann eilt der Dirigent, der hier ein Generalmusikdirektor ist, auf die Bühne und bekommt auch Beifall. Er stellt sich auf ein kleines Podest, alles verstummt und nun beginnt die Musik.

Du hörst Werke von verschiedenen Komponisten aus unterschiedlichen Zeiten, meist instrumental ohne Gesang. Für die Komponisten ist Musik eine andere Art von Sprache. Sie schreiben sie in Notenzeichen auf. Jedes noch so unterschiedliche Instrument im Orchester ist eine eigene Stimme in dieser Sprache und jeder Musiker oder Musikerin spielt auf seinem Instrument genau die ihm zugedachten Noten. So macht der Dirigent mit dem Orchester hörbar, was der Komponist oder die Komponistin ohne Worte aufgeschrieben hat. Manches stammt aus alter Zeit und du hörst die damaligen Regeln und Gesetze, aber vielleicht auch den Glanz, bei neuerer Musik sind manche musikalischen Gedanken viel freier. Bei so einem Konzert bist du kaum abgelenkt, wenn nicht grade mal jemand hustet hören alle zu und folgen aufmerksam der Musik, ohne auf ihr Smartphone zu gucken. Das kann entspannend sein und wenn du am Tag hart gearbeitet hast, musst du vielleicht aufpassen, nicht einzuschlafen und zu schnarchen. Die Töne verklingen, die Musiker hören auf zu spielen. Warte. Nicht als erster Beifall klatschen, vielleicht geht es noch weiter. Doch jetzt klatschen alle und es gibt sogar eine Pause. Wir können im Foyer Getränke kaufen, die nicht ganz billig sind, vertreten uns ein wenig die Beine und schauen aus den großen Glasfenstern nach draußen.
Nach der Pause geht die Aufführung mit Begrüßungsapplaus und einem anderem Stück weiter. Es gibt Komponisten, die gefallen mir gar nicht, andere berühren mich sehr. Am Ende des Konzertes verbeugt sich der Dirigent vor dem Publikum und dieses gebogene Metallrohr auf dem Podest, das den Dirigenten vorm Herunterfallen bewahren soll, wirkt sehr wacklig. Das Orchester erhebt sich immer wieder. Es gibt auch noch Blumen und vielleicht noch eine Zugabe. Die meisten Besucher sind jetzt froh, schimpfen nicht und sind zufrieden. Die Sprache der Musik kennt helle Freude wie auch tiefes Leid. Lautes und Leises. Drohendes und Zartes. Auch wenn du Musik auf CD hören kannst, was ich im Konzert so viel eindrücklicher verspüre ist, dass die tollen Ergebnisse, mit der ganzen Stimmenvielfalt der Instrumente hervorgebracht, nur durch Fleiß, Hingabe, Ernsthaftigkeit und einem vorzüglichen Zusammenspiel aller Musiker auf der Bühne zustande kommen. Deshalb Respekt und Dank, denn ein solches Gelingen zu erleben verleiht Hoffnung, findest du nicht auch? Vielleicht sind auch deshalb die Mannheimer Akademiekonzerte so gut besucht. Sie sind übrigens eine der ältesten Konzertreihen in Deutschland.

Akademiekonzert
Musikalische Akademie des Nationaltheater-Orchesters Mannheim

(311) 06.2018

Mit dem Roller zur Schule

28 Apr

Genialer Start in den Morgen. Die Kids habens drauf und fahren mit dem Roller in die Grundschule. So macht der Schulweg Spaß. Mit eigenem Muskelantrieb, gemeinschaftlich, selbstbestimmt. Die Dinger sollten für Kinder meiner Meinung nach zur bedingungslosen Grundausstattung gehören und breite Gehwege sowieso auch. Übrigens, auch die E-Scooter werden kommen. In San Francisco werden sie schon als Plage diskutiert. Aber mit immer mehr Autos kann´s ja auch nicht weitergehen. Wird Zeit für Zukunft.

Mit dem Roller zur Schule

(307) 04.2018

Nischen

23 Mrz

Wer will schon gerne im Weg stehen. Lieber sein Ding machen, am besten mit Freunden, niemanden stören und nicht gestört werden, quatschen, abhängen. Nicht nur Fledermäuse haben Bedarf an Nischen. Aus Filmen sind uns Bushaltestellen in ländlichen Regionen als Hort des Müßiggangs bekannt, stadteinwärts wird alles glatter, beschleunigter, zielgerichtet. Gemütliche Aufenthalte gehen mit Verzehrzwang einher, während inmitten des Stroms Sitzbänke meist ungenutz dastehen. Wen wundert´s, bieten sie eben im Gegensatz zu Nischen keinen Rückzugsraum. Doch Menschen sind mit ausreichenden Sinnen ausgestattet, um Nischen auch im funktional organisierten Stadraum aufzuspüren. Folgend einige Beispiele:

Parkhaus Dorint/ Rosengarten, Tullastraße
Neben Überwachungskamera Nische mit Ausblick, warme Luftströme von unten. Abstellmöglichkeit für Getränkeflaschen aller Art.

Mall Q7/Q6
Eigentlich Restaurantbetrieben zugeordnet. Nach Ladenschluss bis 22 Uhr aber zugänglich und gerne von Jugendlichen genutzt. Nebenan bei Rewe Gekauftes kann hier verzehrt werden.

Thalia Buchhandlung P7
Ebenfall durch Einzelhandel privat eingerichte Nische. Hier können auch neueste Bücher gelesen werden, Sitze allerdings eher unbequem.

Hauptbahnhof Eingang Parkhausebene.
Trockener, einigermaßen warmer gelegentlicher Treffpunkt für Alk- und Drogenszene.

Commerzbank, P2
Eigentlich ganz anderes Thema: Obdachlose suchen in Nischen Schutz

Reichskanzler-Müller-Straße, unter Fußgängerbrücke
Ohne Worte

Nischen

(306) 03.2018

Fernmeldeturm

30 Nov

Den Turm würde man heute wahrscheinlich so nicht mehr bauen, aber seit 1973 ist auch kein Mensch mehr auf dem Mond gelandet. War halt so die Zeit damals. Ein Trauma mit einer sehr tragischen Hubschrauber-Kollision haben wir auch schon erlebt und irgenwie hat´s der Turm bei uns nicht leicht. Er will eigentlich dominieren, liegt aber am Rand, muss sich auch noch mit der Gradlinigkeit des Neckars und der OEG Gleise messen. Mit seiner runden Form würde er vielleicht besser auf den Neuen Messplatz passen, aber in den 1970ern war eben die Neckarachse mit den drei Hochhäusern und dem Collini-Center voll im Fokus. Trotz der gefühlt hohen Eintrittspreise bilden sich hier keine Schlangen wie am Alex. Oben ein sich langsam drehendes Restaurant, ich glaube mit Old School touch und eine Aussichtsplattform. Ein sehr netter Aufzugführer übrigens.

Das Bauwerk gehört der Deutschen Funkturm GmbH und dient natürlich auch zum Empfang von Telekommunikation etc. Wird auch häufig Fernsehnturm genannt. Klingt sprachlich jedenfalls entmilitarisierter. Ach ja, fast hätte ich es vergessen: Seitdem nachträglich eine längere Rundstrahlantenne oben aufgesetzt wurde, gilt es als das höchste Bauwerk Baden-Württembergs, 1,20 Meter höher als der Stuttgarter….- ! Na ja, und die Aussicht erst. Vom Heidelberger Königsstuhl aus kann man den schlanken Turm noch sehr gut erkennen. Wie ein echtes Wahrzeichen eben.

Fernmeldeturm
Hans-Reschke-Ufer 2
68165 Mannheim

(292) 11.2017

Neckarwiese

19 Jun

Vergleicht man die Mannheimer Neckarwiese mit der Heidelberger, wird der essenzielle Unterschied zwischen beiden Städten deutlich. Dort ein kleines Stück kultiviertes Rasengrün mit Blick auf die romantische Schloßruine, Promenade und Bänke, auf denen man sich ohne weiteres über Joseph von Eichendorffs Taugenichts mit japanischen Studentinnen austauscht, oder hier kilometerlang naturbelassene Wiese, die schätzungsweise höchstens zwei mal jährlich eine Mahd erhält, Blick auf Industrieanlagen und Strommasten und wenn´s gut läuft, kannst du hier mit einem Ceylan-Spruch punkten. Dort gepflegte öffentliche Toilettenanlagen und hier .. ähh… Aber mal ehrlich, wenn ich wählen müsste, wo ich meinen Urlaub verbringen sollte, auf dem Rasen oder auf der Wiese, also da kannst du mich auch gleich fragen, ob ich ins Schwimmbad will oder ans Meer. Weeschwie’sch-män?

Neckarwiese

(276) 06.2017

Tulpen, Luisenpark

16 Apr

Es gibt sicherlich vieles zu kritisieren am Luisenpark, von den hohen Eintrittspreisen bis zu den immer breiter werdenden gepflasterten Wegen, die an immer größeren Süßigkeitenverkaufsständen vorbeiführen. Auch müssen wir akzeptieren, dass insbesondere ältere Menschen in ihren ebenso unvermeidlichen wie undefinierbaren beigefarbenenen Outdoor-Funktionsjacken sich unter allen Besuchern durch ihr größtes Interesse an der Blumenpracht hervor tun. Vollkommen untadelig jedoch stehen dem gegenüber die Tulpen da. Wie allgemein bekannt ist, ziehen sich schon seit altersher Narcissus und die Tulipan ja auch viel schöner an. Grad eben und besonders im Frühling ein Hingucker.

Tulpen, Luisenpark
Theodor-Heuss-Anlage 2,
68165 Mannheim

(267) 04.2017

Leibnizstraße, Frühling

1 Apr

Schöne Blickachse zum Fernmeldeturm durch die Leibnizstraße mit prächtig blühendendem Magnolienbaum in einem Villenvorgarten.

Leibnizstraße
68165 Mannheim, Oststadt

(265) 04.2017

Kolpingstraße

27 Feb

20170227_155259

Es ist berechtigt, Wut zu verspüren. Wenn selbst am allerschönsten Morgen sich Menschen erniedrigen. In lächerliche Blechkisten steigen, sich in eine lächerliche Blechkistenschlange einreihen, um möglicherweise eine lächerliche Arbeit auszuführen. Völlig selbstgerecht, wenn ich gerade selbst zu diesen Menschen gehöre. Ja, heul doch! Geht nicht, hab grade ne Grünphase. Am Straßenrand trippeln Jogger auf der Stelle, weil sie nicht rüberkommen. Der Untere Luisenpark liegt in der Frühe extrem verführerisch im Nebel. Wegen ihm ist die Kolpingstraße nur einseitig bebaut, mit alten Villen, teilweise wenigstens. Außerdem vorfahrtsberechtigt plus Bedarfsampel für Fußgänger. Ein Glück. Übergang zur Freizeit hinab in den Park. An Anfang und Ende Glascontainer. Ich scheue mich nicht, nach 19 Uhr Flaschen einzuwerfen. Wer hier wohnt, hat zehnfach verglaste Schallschutzfenster. Wer war eigentlich dieser Kolping?

Kolpingstraße
68165 Mannheim

(261) 02.2017

Schaufenster #36

7 Feb

20170207_202251

Wo?

Nationaltheater Mannheim
Goetheplatz 68161 Mannheim

(258) 02.2017

Erzengel Michael

4 Dez

dsc01545

Da steht er auf der Kuppellaterne der Christuskirche, vergoldet, nach Süden gewendet und bläst wahrscheinlich mit einer Chazozra, eine Art Trompete aus altbiblischer Zeit, die Gemeinde zum Gebet herbei, oder zum jüngsten Gericht, wer weiß. Die Figur überragt übrigens den nahen Wasserturm und anders als beim Friedensengel oder auf Friedhöfen ist ihr ein Schwert in die Hand gegeben. Wie auch immer, in 65 Meter Höhe zeigt sie eine große Strahlkraft und noch dazu eine Engelsgeduld, wenn sich auf ihr eine Rabenkrähe mal eine Rast gönnt. Den Erzengel Michael wie auch weitere Figuren an der Christuskirche gestaltete der Bildhauer Wilhelm Gerstel in den Jahren 1907/ 1908. Die Kirche selbst wurde nach einer Bauzeit von viereinhalb Jahren am 1. Oktober 1911 eingeweiht.

Erzengel Michael
Christuskirche, Werderplatz
68161 Mannheim, Oststadt

(252) 12.2016

Mozartstraße

20 Nov

dsc01502

Irgendwie liebe ich diese kleine Straße. Speziell vom Theater her kommend Richtung Neckar zeigt sie ihre Stärken. Wenn ich als Fußgänger (und nur als solcher spreche ich hier) einen kleinen Rechtsbogen nehme, weil mir die Einfahrt zum Theaterparkplatz die kerzengerade Überquerung der Hebelstraße nicht erlaubt, gelange ich auf den linken Bürgersteig, dessen Häuserzeile sich als geschlossene fünf stöckige Wohnbebauung mit einer Mischung aus Vor- und Nachkriegsbauten darstellt.

dsc01506

Auf der rechten Straßenseite ein ganz anderes Bild. Schrägparkplätze, Lieferanteneinfahrten, das Werkhaus des Nationaltheaters mitsamt seinem Casino beherrscht wie ein Werksgelände den Straßenzug und sorgt für eine gehörige Asymmetrie der Bebauung.

dsc01505

Die Straße scheint sich fast nach rechts abzusenken , würden nicht Feuerleitern und Dachterrassen wie aus einem Bühnenbild der West-Side-Story das Ganze in unterschiedlichen Höhen wieder nach oben ziehen.

dsc01504

Gehen wir nun wenige Schritte weiter, an einer Bäckereifiliale vorbei. Nein, wir halten am Schaufenster, derzeit Bäckerei Zorn und schauen kurz hinein.

dsc01509

In den 1960er Jahren wurde hier tatsächlich auch gebacken und der Bäckerjunge trug morgens die Brötchentüten aus. Als die Filialbäckerei Kohlmann die Geschäfte hier führte, gab es, völlig ungewöhnlich, französische Rotweine zu kaufen und ich führte dies immer darauf zurück, dass manche der hier lebenden Künstler und Schauspieler ihre lieben Gewohnheiten hatten. Nun aber nichts mehr davon. Wir wenden uns der Straße zu und erstaunen, wie sich das Collini-Center, einem gigantischen fremden Himmelskörper gleich in die Straßenflucht hineinschiebt und so für einen überwältigenden Kontrast sorgt.

dsc01513

Der Kontrast wird umso erregender, wenn wir uns das kunstvoll geschmiedete Vordach des Traditionshotel Mack betrachten. Was macht die rechte Seite? Riesige Fensterflächen, gewähren Einblicke in die Werksäle des Theaters, als wären sie überdimensionale Setzkästen.

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Wer denkt nun, dass die Mozartstraße noch weiterführt über die Collini-Straße hinaus. Dort ist der Eingang zur Deutschen Rentenversicherung. Die Fensterfronten scheinen dem Werkhaus nachzueifern, allerding mit einer interessanten Schräglage, die man etwas bösartig als Hinweis zur Kassensituation deuten kann.

dsc01528

Tapfer gehen wir den letzten Zipfel an einem etwas improvisiert wirkendem Metallgeländer entlang, das uns dafür aber die Betrachtung des Collini-Center Parkplatzes gestattet. Am Ende wenden wir uns nach links, um schließlich zum Neckarufer zu gelangen.

dsc01523

Mozartstraße
Mannheim Oststadt

(247) 11.2016

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