Tag Archives: Oststadt

Neckarwiese

19 Jun

Vergleicht man die Mannheimer Neckarwiese mit der Heidelberger, wird der essenzielle Unterschied zwischen beiden Städten deutlich. Dort ein kleines Stück kultiviertes Rasengrün mit Blick auf die romantische Schloßruine, Promenade und Bänke, auf denen man sich ohne weiteres über Joseph von Eichendorffs Taugenichts mit japanischen Studentinnen austauscht, oder hier kilometerlang naturbelassene Wiese, die schätzungsweise höchstens zwei mal jährlich eine Mahd erhält, Blick auf Industrieanlagen und Strommasten und wenn´s gut läuft, kannst du hier mit einem Ceylan-Spruch punkten. Dort gepflegte öffentliche Toilettenanlagen und hier .. ähh… Aber mal ehrlich, wenn ich wählen müsste, wo ich meinen Urlaub verbringen sollte, auf dem Rasen oder auf der Wiese, also da kannst du mich auch gleich fragen, ob ich ins Schwimmbad will oder ans Meer. Weeschwie’sch-män?

Neckarwiese

(276) 06.2017

Tulpen, Luisenpark

16 Apr

Es gibt sicherlich vieles zu kritisieren am Luisenpark, von den hohen Eintrittspreisen bis zu den immer breiter werdenden gepflasterten Wegen, die an immer größeren Süßigkeitenverkaufsständen vorbeiführen. Auch müssen wir akzeptieren, dass insbesondere ältere Menschen in ihren ebenso unvermeidlichen wie undefinierbaren beigefarbenenen Outdoor-Funktionsjacken sich unter allen Besuchern durch ihr größtes Interesse an der Blumenpracht hervor tun. Vollkommen untadelig jedoch stehen dem gegenüber die Tulpen da. Wie allgemein bekannt ist, ziehen sich schon seit altersher Narcissus und die Tulipan ja auch viel schöner an. Grad eben und besonders im Frühling ein Hingucker.

Tulpen, Luisenpark
Theodor-Heuss-Anlage 2,
68165 Mannheim

(267) 04.2017

Leibnizstraße, Frühling

1 Apr

Schöne Blickachse zum Fernmeldeturm durch die Leibnizstraße mit prächtig blühendendem Magnolienbaum in einem Villenvorgarten.

Leibnizstraße
68165 Mannheim, Oststadt

(265) 04.2017

Kolpingstraße

27 Feb

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Es ist berechtigt, Wut zu verspüren. Wenn selbst am allerschönsten Morgen sich Menschen erniedrigen. In lächerliche Blechkisten steigen, sich in eine lächerliche Blechkistenschlange einreihen, um möglicherweise eine lächerliche Arbeit auszuführen. Völlig selbstgerecht, wenn ich gerade selbst zu diesen Menschen gehöre. Ja, heul doch! Geht nicht, hab grade ne Grünphase. Am Straßenrand trippeln Jogger auf der Stelle, weil sie nicht rüberkommen. Der Untere Luisenpark liegt in der Frühe extrem verführerisch im Nebel. Wegen ihm ist die Kolpingstraße nur einseitig bebaut, mit alten Villen, teilweise wenigstens. Außerdem vorfahrtsberechtigt plus Bedarfsampel für Fußgänger. Ein Glück. Übergang zur Freizeit hinab in den Park. An Anfang und Ende Glascontainer. Ich scheue mich nicht, nach 19 Uhr Flaschen einzuwerfen. Wer hier wohnt, hat zehnfach verglaste Schallschutzfenster. Wer war eigentlich dieser Kolping?

Kolpingstraße
68165 Mannheim

(261) 02.2017

Schaufenster #36

7 Feb

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Wo?

Nationaltheater Mannheim
Goetheplatz 68161 Mannheim

(258) 02.2017

Erzengel Michael

4 Dez

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Da steht er auf der Kuppellaterne der Christuskirche, vergoldet, nach Süden gewendet und bläst wahrscheinlich mit einer Chazozra, eine Art Trompete aus altbiblischer Zeit, die Gemeinde zum Gebet herbei, oder zum jüngsten Gericht, wer weiß. Die Figur überragt übrigens den nahen Wasserturm und anders als beim Friedensengel oder auf Friedhöfen ist ihr ein Schwert in die Hand gegeben. Wie auch immer, in 65 Meter Höhe zeigt sie eine große Strahlkraft und noch dazu eine Engelsgeduld, wenn sich auf ihr eine Rabenkrähe mal eine Rast gönnt. Den Erzengel Michael wie auch weitere Figuren an der Christuskirche gestaltete der Bildhauer Wilhelm Gerstel in den Jahren 1907/ 1908. Die Kirche selbst wurde nach einer Bauzeit von viereinhalb Jahren am 1. Oktober 1911 eingeweiht.

Erzengel Michael
Christuskirche, Werderplatz
68161 Mannheim, Oststadt

(252) 12.2016

Mozartstraße

20 Nov

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Irgendwie liebe ich diese kleine Straße. Speziell vom Theater her kommend Richtung Neckar zeigt sie ihre Stärken. Wenn ich als Fußgänger (und nur als solcher spreche ich hier) einen kleinen Rechtsbogen nehme, weil mir die Einfahrt zum Theaterparkplatz die kerzengerade Überquerung der Hebelstraße nicht erlaubt, gelange ich auf den linken Bürgersteig, dessen Häuserzeile sich als geschlossene fünf stöckige Wohnbebauung mit einer Mischung aus Vor- und Nachkriegsbauten darstellt.

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Auf der rechten Straßenseite ein ganz anderes Bild. Schrägparkplätze, Lieferanteneinfahrten, das Werkhaus des Nationaltheaters mitsamt seinem Casino beherrscht wie ein Werksgelände den Straßenzug und sorgt für eine gehörige Asymmetrie der Bebauung.

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Die Straße scheint sich fast nach rechts abzusenken , würden nicht Feuerleitern und Dachterrassen wie aus einem Bühnenbild der West-Side-Story das Ganze in unterschiedlichen Höhen wieder nach oben ziehen.

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Gehen wir nun wenige Schritte weiter, an einer Bäckereifiliale vorbei. Nein, wir halten am Schaufenster, derzeit Bäckerei Zorn und schauen kurz hinein.

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In den 1960er Jahren wurde hier tatsächlich auch gebacken und der Bäckerjunge trug morgens die Brötchentüten aus. Als die Filialbäckerei Kohlmann die Geschäfte hier führte, gab es, völlig ungewöhnlich, französische Rotweine zu kaufen und ich führte dies immer darauf zurück, dass manche der hier lebenden Künstler und Schauspieler ihre lieben Gewohnheiten hatten. Nun aber nichts mehr davon. Wir wenden uns der Straße zu und erstaunen, wie sich das Collini-Center, einem gigantischen fremden Himmelskörper gleich in die Straßenflucht hineinschiebt und so für einen überwältigenden Kontrast sorgt.

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Der Kontrast wird umso erregender, wenn wir uns das kunstvoll geschmiedete Vordach des Traditionshotel Mack betrachten. Was macht die rechte Seite? Riesige Fensterflächen, gewähren Einblicke in die Werksäle des Theaters, als wären sie überdimensionale Setzkästen.

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Wer denkt nun, dass die Mozartstraße noch weiterführt über die Collini-Straße hinaus. Dort ist der Eingang zur Deutschen Rentenversicherung. Die Fensterfronten scheinen dem Werkhaus nachzueifern, allerding mit einer interessanten Schräglage, die man etwas bösartig als Hinweis zur Kassensituation deuten kann.

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Tapfer gehen wir den letzten Zipfel an einem etwas improvisiert wirkendem Metallgeländer entlang, das uns dafür aber die Betrachtung des Collini-Center Parkplatzes gestattet. Am Ende wenden wir uns nach links, um schließlich zum Neckarufer zu gelangen.

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Mozartstraße
Mannheim Oststadt

(247) 11.2016

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