Winterlichter – Luisenpark

24 Jan

update 12.02.2017 – auch 2017 gibt es eine Neuauflage der Winterlichter von Sa. 21.1.2017 – So. 26.2.2016

Ich habe keine Ahnung, wieviel Geld diese verbotenen psychotropen Substanzen aktuell auf dem Schwarzmark kosten, der legale Eintritt für die Winterlichter im Luisenpark kostet jedenfalls 4 Euro für Jahreskartenbesitzer. Ein vergleichsweise harmloses und eher dezentens, aber durchaus reizvolles Vergnügen. Passend zur Saison findet man sogar noch einen Glühweinstand.

Lichterpark

Ein Vergnügen gerade auch dann, wenn man es erst einmal geschafft hat, sein fotografisches Aufnahmegerät zu verstauen, welches man bei jeder Lichterscheinung reflexartig zücken will. Erst dann wird man sich der bezaubernden Stimmung hingeben können, welche die Installationen bereiten.

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Jedenfalls, der Park einmal anders. Leuchtende Riesenpilze, ein geisterhafter Tempel, Discokugeln im Bambus, schwebende Leuchtwürfel, geheimnisvolle Klänge. Am See eine Nebelmaschine…oh, der Nebel ist echt…!

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Kurzum, zum 40 jährigen Gartenschaujubiläum eine Veranstaltung, die sich durchaus zu einen romantischen Abend entwickeln kann, bei dem mit etwas Glück auch noch Mond und Sterne Pate stehen. Wem dies noch zu wenig Licht ist, kann ja zur Abwechslung wieder in sein Smartphone gucken.

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WINTERLICHTER IM LUISENPARK
ÖFFNUNGSZEITEN
Täglich, So. – Do. 18 – 21 Uhr, Fr. & Sa. 18 – 22 Uhr
Kassenschluss jeweils eine Stunde vorher
EINTRITT
Erw. 6,- €, Begünstigte/Jahreskarteninhaber 4,- €, Kinder 3,-€
EINGÄNGE
Haupteingang Theodor-Heuss-Anlage 2, Eingang Fernmeldeturm
Sa., 23.1.2016 – So., 21.2.2016

(193) 01.2015

Schaufenster #37

8 Feb

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Stell dein Licht nicht unter den Scheffel.

Fitesta
T6, 27
68199 Mannheim

(259) 02.2017

Schaufenster #36

7 Feb

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Wo?

Nationaltheater Mannheim
Goetheplatz 68161 Mannheim

(258) 02.2017

Monnembike

6 Feb

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Liegt der besondere Reiz Mannheims nicht auch in seinen Widersprüchen? Und wie wird man sich einig als Stadt der Erfindungen, wo so Vieles seinen Anfang nahm? Das Auto, der Traktor und das Fahrrad. Feiern, feiern feiern. Alles feiern, auch wenn´s im Alltag nicht immer gut zusammengeht. Doch wir arbeiten daran. Immerhin haben wir ja auch schon seit langem erfolgreich unsere Fußgängerzone und die Straßenbahnlinie zusammengeführt.
Gut, so ein schmalziges Video der Söhne Mannheims zum 200. Jubiläumsjahr von Karl Drais´ Laufmaschine hätte jetzt nicht sein müssen. Ich persönlich stehe ja immer immer noch auf den durchgedrehten Bike-Song von Pink Floyd. Aber schaut euch doch nur mal dieses göttliche Bonanza-Rad an, das in der Sonderausstellung im Technoseum steht. Da bekommt man doch Lust, die Quadrate mal so richtig rund zu machen. 2017 gibt es jedenfalls unter dem Begriff Monnem-Bike eine Menge Gelegenheiten dazu. Vom abgefahrenen Fahrradkino bis zur großen Geburtstagsparty im Juni.
Also, haut rein in die Pedale und gebt bitte acht!

Monnembike
Jubiläumsjahr 2017 anlässlich der Erfindung der Laufmaschine durch Freiherr von Drais in Mannheim

(257) 02.2017

Zeughaus

21 Jan

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Das Zeughaus gab es ja schon zu meiner Kindheit, na ja, eigentlich stammt es sogar aus der spät kurfürstlichen Zeit und war ursprünglich eine Kaserne. Draußen der Exerzierplatz und drinnen die ganzen Waffen und das Rüstzeug, Zeugs eben. Jedenfalls glaubte ich als Kind, das Zeughaus hieß so, weil es etwas bezeugt, also Zeugnis von etwas gibt und dachte gar nicht an Waffen, sondern es war klar das Museum. Ich wußte damals nicht genau, was ich von Museen halten sollte. Im obersten Stock stand eine Indianerfigur mit Kopfschmuck, in einer Vitrine glaub ich, und der Federschmuck wirkte irgendwie so alt, das mochte ich nicht, obwohl ich Indianer eigentlich ja schon ziemlich gut fand. Dann gab es einen Schrumpfkopf, der war gruselig, den mochte meine Mutter nicht, ich mochte ihn dann auch nicht. Viel viel später fand eine große Schädelausstellung statt, da bin ich aber nicht hineingegangen. Jetzt sind sie glaub ich alle weg, in Kisten verpackt und lagern in irgendwelchen Kellern und Archiven. Wie Kinder heutzutage wohl diese Augen finden? Sie schauen so übergroß aus den Fenstern. Es sind Abbilder der Augen einer Schaufensterpuppe, also die können ohnehin nicht sehen, aber schauen. Es geht ja auch um Schau, könnte man sagen. Zum Beispiel die Barockschau, die ich trotz der furchtbaren Werbung eigentlich ziemlich gut fand. Schon erstaunlich, wie Erfindungen damals die Welt, den Alltag und die Mode verändert hatten und Handelskriege gab es auch schon. Und auch erfundene Länder und Reiseberichte in diese Länder. Gullivers Reisen war so eine Fake-Geschichte. Schon sehr interessant. Wirklich.

Zeughaus
C 5
61569 Mannheim

(256) 01.2017

Kurt-Schumacher-Brücke

7 Jan

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Der Aufgang zur Brücke kam wirklich keiner Einladung gleich, aber wie so häufig eilten seine Gedanken seinen Empfindungen voraus.

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Baustelle Postareal

15 Dez

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Eine ungewohnte Aussicht bietet sich uns für kurze Zeit in der Reichskanzler-Müller-Straße. Die eingeebnete Fläche des ehemaligen Postareals ermöglicht den Blick auf den Hauptbahnhof und auf die geschwungene Häuserzeile der Heinrich-Lanz-Straße. Im Moment mein „Tempelhofer Feld“. Die Kräne von Diringer und Scheidel, die obenauf mit leuchtenden Tannenbäumen abends das Auge erfreuen, werden tags bereits zur Herstellung des Fundaments des „Kepler-Quartiers“ genutzt. Ein Bauzaun trennt mich von einem verlockenden Erdhügel, der meine Kindheitserinnerungen an manche Baulücken in der Schwetzingerstadt weckt, die uns Kindern Platz für Abenteuer boten. Mit dem Kameraobjektiv durch die Zaunmasche scheint es, als wäre die vordere planierte Fläche so frei wie der blaue Himmel. Sie ist in Besitz der Eyemaxx Real Estate AG, die das Projekt „Postquartier“ hier für ihre Anleger profitabel beackern will. Auf dem gesamten Gelände entstehen also insgesamt zwei sogenannte Quartiere.

Durch ein großangelegtes Verkaufsprogramm der Post gibt es aktuell auch in einigen anderen Städten Bauprojekte mit dem Namen „Postareal„. Bei uns in Mannheim hatte das Postverteilungszentrum nach einer sagenhaften Bauzeit von 16 Jahren nur eine lächerlich kurze Nutzungsdauer. Die Stadt prüfte eine mögliche Weiternutzung, entschied aber für den Abriss, so verschwand nun auch das Beton-Relief „blühende Stationen“ von Hans Hajek, welches die Betonmauer entlang der Reichskanzler-Müller-Straße zierte.

In den Mannheimer Wachstumsjahren um 1890 entstanden im Umfeld des Bahnhofs und in der Schwetzingerstadt 5-geschossige Häuserzeilen durch Investitionen des Bürgertums. Soweit die Häuser noch erhalten sind, bieten sie heute einen abwechslungsreichen Anblick. Der städtische Bebauungsplan nimmt die Blockrandbebauung als Maßgabe auf. Heute erstellen Kapitalgesellschaften die Häuserblocks aus einem Guss. Mag sein, dass sich im geplanten Innenhof die erwünschte Vielfalt einstellen wird, das Exposé zeigt trotz Backsteinfassade und Vorsprüngen einen eher eintönigen Block. Aber wie komme ich eigentlich dazu, an einer viel befahrenen Durchgangstraße unweit der Gleise, zu träumen???

Baustelle Postareal
Reichskanzler-Müller-Straße
68165 Mannheim Schwetzingerstadt

(254) 12.2016

Q6 Q7

7 Dez

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Wieder einmal eine Großbaustelle beendet und wieder hat niemand die Geschichte der Arbeiter aus Rumänien, Polen, oder auch der deutschen Bauingenieurin erzählt, die hier Jahre ihres Lebens mit der Fertigstellung verbracht haben. Schade, das hätte ich auch spannend gefunden. So nehmen wir nach vier Jahren Bauzeit zum Advent besondes den Glitzerglanz der strahlend neu erschaffenen Einkaufswelt wahr. Mannheims erste Mall eröffnete am 29. September 2016. Ob es uns nun gefällt oder nicht, der umstrittene PRIMARK ist ein Hauptanziehungspunkt und liegt vom Wasserturm her kommend gleich am Anfang des Komplexes. Bei PRIMARK sind die Klamotten nicht nach Größe, sondern nach Preisen sortiert, vor dem Eingang scheint sich eine Warte – und Treffzone zu etablieren.

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Gleich daneben geht es hinein in die eigentliche Mall, die sich im Wesentlichen von innen her erschließt. Vom seitlichen Eingang nimmt die Ladenstraße einen Bogen zur Mitte hin und löst so das von außen gegebene Rechteck auf. Geschwungene und auch runde Formen entstehen. Das ist nicht unangenehm. Die Läden verteilen sich auf drei Ebenen, dem Unter – Erd- und 1.Obergeschoss. Auf einen Schlag sind mit der Mall eine Vielzahl an Geschäften zusätzlich in die Innenstadt gekommen und mich begleitet ein mulmiges Gefühl, denn es heißt ja, dass der Kuchen nicht größer wird, sondern sich nur anders verteilt.

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Jochen Schweitzer zum Beispiel ist so ein Laden, dem ich hier nicht allzu lange gebe, aber natürlich wünsche ich mir keine Leerstände, obwohl ich mit den meisten Geschäften eigentlich nicht so viel anfangen kann. Vom FC Bayern Fan-shop bis Zara-home, nicht unbedingt der nötige Bedarf, sondern wenn wir ehrlich sind, entbehrliche Luxus- und Konsumartikel, auch wenn ein Laden Schnaps und Liebe heißt. Die meisten Modefilialketten kommen eher recht humorlos daher. Nun, wie immer gibt es auch Ausnahmen.

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Letztlich mag das alles ja jeder sehen wie er will. Ich denke, viele Angebote richten sich insbesondere an die Damenwelt.

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Ich möchte gar nicht unterschlagen, dass die Betreiber Diringer & Scheidel schon auch für eine Mischung gesorgt haben. Es gibt eine Art Kiosk, eine Apotheke und im Untergeschoß ein Reformhaus, einen DM-Markt und insbesondere einen REWE-Markt, der nach neuesten Standards ausgestattet ist, extrem großzügig wirkt und die Angebotspalette in Richtung Feinkost erweitert hat. Im Untergeschoß auch verschiedene recht groß angelegte Imbisse mit vielen Sitzmöglichkeiten. Klar, wir sind ja immer noch irgendwie auch in der Fressgass.

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Zu erwähnen ist wohl auch noch die Butiq im Obergeschoss, ein Konzept-Store der schon bei Engelhorn zu Gast war. Hier gibt’s regionales Design zu schauen und, schluck, zu happigen Preisen zu kaufen. Erschwinglich jedoch die berühmten bunten Socken von Jungfeld, die ich mir übrigens zu Weihnachten wünsche.

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Jetzt aber noch mal raus und zu einer echten Neuerung. Zwischen den beiden Quadraten ist der Münzplatz entstanden, teilweise überdacht aber vor allem als leichte Anhöhe gestaltet, was mir gut gefällt. Von hier aus findet man Zugang zu weiterer Gastronomie, Fontanella, ein Burgerladen namens die Kuh die lacht, warum auch immer, und Oh Julia, eine ziemlich große italienische Einrichtung mit verschiedenen Sitzgelegenheiten und unter anderem einem bühnenähnlichen Raum mit Treppen, bei dem man meint, an guten Abenden könnte Frank Sinatra im weißen Dinnerjacket herunterspazieren. Die Illusion hat jedenfalls Größe.

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Der Münzplatz ist zur Weihnachtszeit mit einem Tannenbaum und vielen Lichtern geschmückt und entwickelt sich aktuell zum Top Selfie-zu-zweit-Punkt.
Entspannung für den Parksuchverkehr bringt tatsächlich auch das Parkhaus mit über 1300 Stellplätzen und einer Einfahrtshöhe von 2,10 m.

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Fazit: Die Welt der schönen Waren ist nicht nur bürgerliche Schein-oder Ersatzwelt, sie ist auch Realwirtschaft. Als in sich geschlossene Inszenierung wendet die Mall sich naturgemäß vom öffentlichem Raum ab und versucht eine Sogwirkung zu erzeugen. Das gelingt den Betreibern in Q6 Q7 durch die architektonische Gestaltung und die Mischung der Angebote bisher wohl ganz gut. Für die Innenstadt insgesamt entstehen hierdurch nicht zwangsläufig positive Impulse. Durch die Bequemlichkeiten der geschützen Mall (kein Verkehr, kein Wetter, keine Bettler etc.) können manche Einzelhändler draußen leicht in Vergessenheit geraten. Aber auch innerhalb der Mall steht die Sache durch Konkurrenzdruck immer auf Messers Schneide. Die Qualität der Innenstadt kann natürlich auch nicht nur von privatwirtschaftlichen Interessen definiert werden. Als nächstes wären mal Grünanlagen wie zum Beispiel der Lameygarten im Nachbarquadrat an der Reihe. Vielleicht lassen sich ja Diringer & Scheidel als Mäzene gewinnen. Wie auch immer, ich werde auch trotz der Mall das Schaufensterbummeln an der frischen Luft nicht aufgeben.

Q6 Q7
Einkaufscenter
Mannheim, Innenstadt

(253) 12.2016

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