Erbprinzenstraße

17 Okt

Die Allgemeinverfügung zum Infektionsschutz schreibt wegen des derzeit erhöhten Risikos das Tragen einer nicht medizinischen Alltagsmaske oder vergleichbaren Mund-Nasen-Bedeckung vor, in den Planken, auf dem Paradeplatz, der Breiten Straße, auf dem Marktplatz, der Kunststraße, auf den Kapuzinerplanken, der Fressgasse, auf dem Münzplatz, der Marktstraße, der Erbprinzenstraße … Moment mal, Erbprinzenstraße? Mal abgesehen davon, dass sich Mannheim ja gerade durch das Fehlen von Straßennamen auszeichnet, habe ich von der Erbprinzenstraße bisher noch nie etwas gehört. Es bedurfte also eines Blickes auf die Webseite des Marchivums, um fündig zu werden. Tatsächlich ist es die Straße vom Bratwurststand am Kaufhof in Richtung Kurpfalzbrücke, vorbei am Gesundheitsamt, dem Café Vienna, der Multi-Kulti Loungue, Berufsbekleidung Rödiger und Kellers Weinrestaurant
Und damit, liebe ALLES MANNHEIM Leserinnen und Leser, seid ihr mal wieder ganz exklusiv bestens informiert und wisst jetzt, wo was zu tun ist.
Ich persönlich finde allerdings, zwischen G2 und H2 in Richtung Odeon-Kino/Jungbusch (Filsbach) ist das Gedränge noch wesentlich größer.

Erbprinzenstraße
zwischen P1 und P2 bis nach U1 U2
68161 Mannheim/ Innenstsadt

(407) 10.2020

10.10.2020

10 Okt

Unerwartet wurde das Wetter zum Samstag Nachmittag noch schön, nach kühlen nassen Oktobertagen, die sich wie November anfühlten. Blauer Himmel, klare Sicht bei 15° Celsius und vereinzelte Kumuluswolken über dem rechten Neckarufer. Von der Uferböschung her weht ein Hauch Schwarzer Afghan über die Wiese.

Samstag, 10.10.2020
rechtes Neckarufer

(406) 10.2020

Feinkostabteilung Galeria Kaufhof – geschlossen

27 Sep

Der Anfang vom Ende begann schon vor einigen Jahren, als  die Champagnerbar im Untergeschoß dicht machte und es die Austern nur noch zum Mitnehmen gab. Mag sein, dass sich nicht immer alles rechnete, aber die Schließung der Champagnerbar war offensichtlich auch keine Lösung. Danach wurde in der Wurstabteilung abgespeckt und die üppigen Pasteten und Terrinen aus dem Elsaß verschwanden ersatzlos aus der Auslage. Ja mein Gott, wenn man den Leuten, die Geld übrig haben, keine Möglichkeit bietet, dieses auszugeben und glaubt, mit einem etwas teurerem REWE-Niveau würde es irgendwie schon weitergehen, dann macht man eben keine Geschäfte. Die Feinkost-Abteilung von Kaufhof hatte einstmals eine Bedeutung als Nr.1, nun gibt es sie leider nicht mehr. Am besten Platz in der Stadt hat es derzeit wenig Ideen und immer weniger Personal und auch der Mannheimer Wochenmarkt bietet von der Angebotsfülle her zur Zeit leider ein eher entäuschendes Bild. Sicher hat die Insolvenz von Karstadt/Kaufhof vielfältige und wahrscheinlich sehr häßliche Gründe, aber der stationäre Handel muss seine Kunden eben auch positiv überraschen und inspirieren, um zu bestehen.

So, und jetzt schaun wir mal in die Innenstadt, wo wir denn Pasteten und Co. überhaupt noch bekommen.
Einen Teil des Angebots an Pasteten und Käse deckt Schlemmermeyer in O 4 ab. Champagner bekämen wir im Südlandhaus ebenso wie etwas Wurst und Käse. (ebenfalls auch Schlemmermeyer) Das Südlandhaus offeriert zudem Konfisserie, wie auch, wenns um Schokolade geht, der Gang zur Confiserie Freundt sich lohnen könnte. Lassen wir mal das Wochenmarktangebot an drei Tagen beiseite, dann haben wir übrigens nur noch einen(!) Metzger in der Innenstadt, nämlich in N4 8-9 die eher unauffällige Metzgerei Zimmermann. Den Fisch bekommen wir noch in der Nordsee auf der Fressgasse oder deutlich günstiger hinter dem Marktplatz bei Fisch und Feinkost. Für italienische und spanische Feinkost hält schon seit Jahrzehnten ganz unspektakulär aber mit viel Herz La Bottega del Gusto in G5 die Lanze hoch. Weine bietet  wiederum auch das Südlandhaus und Extraprima (mit eingeschränkten Öffnungszeiten), sowie neben Sapori Feinkost auch Schnaps und Liebe und auch Rewe Vierling in Q6Q7. Summa sumarum ist also insbesondere auf den Inhaber-geführten Einzelhandel Verlass, der aber eigentlich schon eine Rarität darstellt und mit Ausnahme in der Filsbach keinesfalls das Bild der Quadrate prägt. Apropos Filsbach, hier bekommen wir natürlich türkische und arabische Lebensmitel und Baklava. Am Rande der Innenstadt ist jetzt unbedingt noch auf die Metzgerei Hauk sowie auf die Fromagerie La Flamm nähe Wasserturm hinzuweisen, bei der bei Bedarf auch ein kühler Crémant geöffnet werden kann.

Dennoch ist es bemerkenswert und ein wenig entäuschend, dass angesichts unserer so genußreichen Region der Einzelhandel in der Innenstadt sich mit regionalen qualitativ hochwertigen frischen Lebemsmittel kaum etablieren kann. Die Marktriesen Lidl, Aldi, Rewe und Edeka bestimmen das Geschehen.

Feinkostabteilung Galeria Kaufhof – geschlossen
P1 1/1, 68161 Mannheim

(405) 09.2020

Arche Nowag

16 Sep

Bei einer Tour entlang des Rheins auf der Friesenheimer Insel, die Neckarmündung haben wir schon hinter uns gelassen, gehört seit einigen Jahrzehnten ein ständig am Ufer liegendes Schiff zum gewohnten Anblick. Es ist die Arche Nowag, ein sogenanntes Bunkerschiff, eine Schifftankstelle, die hier seit 1973 dauerhaft festgemacht hat. Am Ufer gegenüber sehen und hören wir die Industrieanlagen der BASF. Im Netz fand ich ein kleines nettes Filmchen über die Bewohner des Schiffes:

Arche Nowag
Bunkerschiff Rheinkilometer 428,7
Friesenheimer Insel
68169 Mannheim

(404) 09.2020

Mannheimer Brückenaward

7 Sep

Es ist klar, dass vieles, was hier in dürren Worten erwähnt oder beschrieben wird, manchen Menschen ihr gesamtes Herzblut bedeutet. Dies trifft sicherlich auch auf den Mannheimer Brückenaward zu, der von ehrenamtlich tätigen Enthusiasten als nicht kommerzielles Musikfestival umsonst und draussen veranstaltet wird und dieses Jahr nun bereits zum elften Mal hätte stattfinden sollen. Statt zwei fette Kreuze, die traditionell das Kalenderblatt im August zierten, stehen dieses Jahr Corona-bedingt große Leerzeichen und unter der Eisenbahnbrücke, an der sich Ende August die Menschen tummelten, begegneten, sich wiederfanden, schaut dich nun einsam und verwundert eine Astronautenkatze an. Der Brückenaward, das wird jetzt überdeutlich, ist eine Institution geworden und die subkulturelle Musikveranstaltung, die wir nächstes Jahr unbedingt wieder haben wollen. Stilistisch folgt der Brückenaward einer Linie, die wir über Norbert Schwefels Sulphur Sonic Festival, das bis 2007 an gleicher Stelle stattfand, zurück zum 1992 erschienenen Sampler Unter den Brücken nachzeichnen können. Denn obgleich am Ufer der Neckarstadt-West Sonnenuntergänge garantiert sind, erklingen beim Brückenaward eher keine romantischen Folktöne. Der spröden Mannheimer Industriekultur angemessen gleicht das jährlich voll Spannung erwartete Programm mit Psychedelic, experimentellen Rock, Post-Punk, Trip-Hop bishin zu Worldmusic stets einer bizarren wie aktuell frischen Wundertüte. Ich hoffe nun sehr auf bessere Zeiten und darauf, dass dieser Artikel kein Nachruf werden wird.

Mannheimer Brückenaward
nicht-kommerzielles Underground-Festival
seit 2010 unter der Eisenbahnbrücke
Bunsenstraße
68169 Mannheim Neckarstadt-West

(403) 09.2020

minus

31 Aug

Da veranstaltet grade jemand eine massive Werbekampangne für seinen neu entwickelten Schrift-Typen minus

Okay, aber was ist mit den anderen Buchstaben? Ich kaufe nur das gesamte Alphabet in Groß-und Kleinbuchstaben mit Sonderzeichen. Sonst no deal!

minus
Mannheimer Schriftart, Entwickler unbekannt

(402) 08.2020

Bäume, Kapuzinerplanken

21 Aug

Unter dem Schatten spendenden Blätterdach, welches die zwei Baumreihen auf den Kapuzinerplanken bilden, ist es im Hochsommer gefühlt fünf Grad kühler als auf den Planken. Da kommt selbst die Klimaluft, die durch die geöffneten Türen bei Engelhorn Sport ausströmt, nicht mit. Mehr davon!

Bäume, Kapuzinerplanken
(401) 08.2020

Umgraben

4 Aug

Die Idee von Sound- und Audiowalks durch Mannheim ist toll und ich habe ja seit längerem auch schon darüber nachgedacht, für dieses Blog. Aber man hat ja wie üblich keine Zeit… Der Corona-Lockdown hingegen ermöglichte es nun den Profis vom Nationaltheater, sich der Sache anzunehmen und das wiederum weckte in mir freudige Neugierde. Meine Vorfreude war verknüpft mit der starken Hoffnung, dass ein Paukenschlag erklingen möge, der unsere Stadt endlich auf eine zeitgenössische literarische Landkarte bringt, denn dort ist Mannheim bislang noch nirgends zu finden. Einen richtig fetten Flatschen auf der Karte habe ich mir vorgestellt, wie ihn die Krähen von den Bäumen scheißen. Einen Paukenschlag, der trifft, der Mannheim in Schwung bringt. Gerade jetzt, bei Tanzverbot und Kontaktbeschränkungen, wo wir neue Freiheiten brauchen und wir diese Entfesselungskünstler doch so dringend benötigen wegen all der Einschränkungen, damit sie uns Vorbild und Inspiration sind, AutorInnen, die unserer Stadt Freiheit schenken, die uns anpissen…

Ich starre stumm und blicke dumm, nichts habe ich begriffen“ Ok, ein treffenderes Zitat aus einem dieser Tracks ist kaum denkbar, also touché! So ist es jedenfalls nicht dieser dämliche Paukenschlag. Es ist, ja es ist … anders. Tausend Fragen werden mir gestellt, ich komme mir vor wie in der Schule, und es kommen weitere Fragen bei mir hinzu. Ja, es scheint mir nun, als wäre Mannheim die Stadt der Fragen ohne Antworten und das Blut fließt, sicherlich Theaterblut, aber es fließt hinaus, bis alles seltsam blutleer wird. Ob da das Virus schuld ist? Und ich frage mich, ob die Autoren und Autorinnen wegen ihrer prekären Lage schon an zu vielen Orten gewesen sind, um einen hiesigen Ton zu treffen und nein, die Neckarschiffe fahren nicht aufs Meer und ein Caféhaus Fräulein Schiller zu nennen, finde ich nicht interessant, sondern einfach blöd, aber das ein oder andere und der Heldinnen-Track hat mir dann doch ganz gut gefallen, gegen Ende.
 

 
Aber vielleicht geht es weiter. Vielleicht ist dieses Umgraben die notwendige, mühsame Vorbereitung, damit etwas Neues hineinkommen kann, was später frisch herauskommt, später. Dann will ich dem Theater auf jeden Fall jetzt dankeschön sagen. Dankeschön. Bis später. Zieht´s euch mal rein, Leute.

Umgraben
Ein Audiowalk durch Mannheim
Kostenlos auf Soundcloud
Nationaltheater Mannheim

(400) 08.2020

Blick in die Lauerschen Gärten

26 Jul

Die Parkanlage in den Quadraten, etwas abseits der Einkaufsbahnen, ist seit 1918 in Besitz der Stadt und wurde vom Vorbesitzer, dem Fabrikant Friedrich Lauer, damals auch landwirtschaftlich und sogar zum Weinanbau genutzt. Die historische Festungsmauer ist Stadtgeschichte und Mahnmal. An ihr wurden drei Männer für das Hissen der weißen Fahne noch kurz vor Kriegsende polizeilich erschossen.

Blick in die Lauerschen Gärten
M 6
68161 Mannheim

(399) 07.2020

Murals

11 Jul


(Archivbild)

Wand.Kunst.Stadt. Ich weiß schon, das gehört normal andersherum, also Stadt.Wand.Kunst. Aber ich sehe grade nicht ein, dass ausgerechnet die Kunst der Endpunkt sein soll. Kunst, die Endstation an der Wand in der Stadt. Überall, wo es besonders öde ist, werden jetzt Murals an die nackten Hauswände angebracht. Ende. Und jetzt schaut, wie toll das ist. Wie beschaulich. Wie erbaulich. Das Mural ist eigentlich eine Markierung für dringenden Handlungsbedarf. Da wo ein Mural ist, weiß man ja sofort, hier muss was getan werden. So ein Mural wäre ein guter Startschuss. Bei einem Startschuss kann man nicht stehen bleiben und nur hochschauen und den Touristen zeigen. Da muss man nach vorne schauen, sich doch umschauen. Wo fangen wir jetzt an, was muss getan werden, heisst die Frage, wenn so ein Mural ersteinmal fertig ist. Dann muss man sich die Architektur anschauen, den ganzen Raum drumherum. Wenn ein Mural fertig ist, dann muss man fragen, können die Leute hier eigentlich gut leben? Was braucht es denn für die Zufriedenheit? Wenn ich mir ein Mural angeschaut habe, dann frag ich doch irgendwann: Und jetzt? Wo geh ich denn hin? Kann ich mich hier irgendwo noch aufhalten oder am besten gleich wieder fort. Wenn man gerne noch bleibt, dann wäre man an einer Art Ziellinie.

Murals

(398) 07.2020

Mannheimer Sommer

24 Jun

An der Litfaßsäule kommentiert ein einsames Plakat des Nationaltheaters unfreiwillig aber treffend das annähernd ungeniert gesellige Treiben, welches sich am frühen Abend unter den Arkaden am Friedrichsplatz abspielt. Mannheimer Sommer. Das Internationale Festival für Musik und Theater findet hingegen vom 09.07. bis 19.07.2020 digital dafür aber bei jedem Wetter statt.

Mannheimer Sommer

(397) 06.2020

Zugang Bahnhof Lindenhof

23 Jun

Augen auf und durch.

Zugang Bahnhof Lindenhof

(396) 06.2020

Night of the light

22 Jun

Alarmstufe rot für die Veranstaltungsbranche auch am Rosengarten.

Night of ther light
(395) 06.2020)

o.T.

15 Jun

Außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliche Maßnahmen.

Genau! Zombies gefälligst immer schön auf den Kiesweg.

(394) 06.2020

Carstival

11 Jun

Die Corona-Virus-Pandemie mitsamt ihren Einschränkungen hat ein neues Veranstaltungsformat hervorgebracht, das Carstival. Es findet hochprofessionell organisiert auf dem Maimarktgelände statt, mit ziemlich großer Leinwand und einem rollenden Service, der Popcorn und was man sonst noch aus dem Kino kennt, ans Auto bringt. Man kann sich seine Kühltasche natürlich auch zuhause schon packen. Statt geklatscht wird gehupt oder aufgeblendet. Ich kann mir das ganze als Musikveranstaltung nicht so gut vorstellen, aber Chako Habekost ist mit großer Mimik, Wortwitz und souveräner Beherrschung der kurpfälzer Mundart mutig die Sache angegangen und hat uns begeistert. Klar, man könnte auch mit einer Leihritschka kommen, wenn es denn welche gäbe. Aber schließlich geht es erstmal auch darum, Veranstaltungen live und ungestreamt zu erleben und zu ermöglichen. Ich sage euch, das hat was, nach so langer Zeit der Enthaltsamkeit spüren Künstler wie Publikum wie sehr sie aufeinander angewiesen sind. Da entstehen ganz unerwartete besondere emotionale Momente, un gelacht ham mer ah..

Carstival Autokino Mannheim
Xaver-Fuhr-Straße, 68163 Mannheim

(393) 06.2020

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