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Before Sunrise in Mannheim

1 Aug

Der Film Before Sunrise von Richard Linklater aus dem Jahr 1995 ist sicherlich einer der romantischsten Filme überhaupt und ich liebe ihn, aber er spielt in Wien! Während des Films lassen sich die beiden auf der Durchreise befindlichen Hauptdarsteller stundenlang durch Wien treiben, sitzen im Cafe, stöbern in einem Plattenladen, übernachten im Park und derweil sie die ganze Zeit miteinander quatschen, verlieben sie sich. Selbstverständlich bedarf es keines Beweises, dass Mannheim ein ebenso guter Schauplatz für eine grandiose Liebesromanze ist, aber es reizt eben doch, gleich wie in Wien jenen Mannheimer Orten nachzuspüren, die verliebte Paare aufsuchen, als wäre es das natürlichste der Welt.

Bei den Wasserspielen unter den grün berankten Pergolen am Friedrichsplatz.

Am Werderplatz vor und auf den Treppen der Christus-Kirche

Wie im Film: Schallplatten und T-shirts stöbern im Comeback.

Über den Marktplatz in die Filsbach.

Am Neckarufer bei der Kulturtreppe.

Auf der Kurpfalzbrücke, Blick zum Neckar

Nach einem Imbiss im Mémoires d´Indochine

Im Jungbusch hinter der Popakademie am Verbindungskanal.

Auf dem grünen Rasen im Schillerpark.

Im Universitätsgelände über die Pflastersteine des historisch gestalteten Ehrenhofs des Barockschlosses.

Zum Schluss der Klassiker: Abschied am Bahnhof.

…to be continued

Before Sunrise in Mannheim

(319) 08.2018

Kunsthalle, Hector Neubau

25 Jul

Reden wir nicht drumherum, von außen betrachtet ist der Hector Neubau ein Kasten. Ein verhüllter Kasten. Aber haben wir nicht in jedem Wohnzimmer einen Kasten stehen? Wichtig ist wohl, was es drin zu sehen gibt und so lassen wir diese Diskussion rasch hinter uns und gehen halt mal hinein, vom schönen geretteten Friedrichsplatz aus.

Wow, ein große Halle, die sich hoch hinauf bis zur Decke streckt. Der Eintritt zehn Euro ist happig, 8 Euro ermäßigt nicht viel weniger. Aber: Freier Eintritt unter 18 (mit Schülerausweis) und Jahreskarte 30 Euro! Gekauft. Allein die aktuelle Jeff Wall Ausstellung ist so vielschichtig, dass man sie mehrmals schauen kann. Trau mich auch gar nicht, Fotos von den Fotos zu machen.

Verlassen wir den dritten Schauraum von Jeff Wall und streifen nun durch die als Kuben bezeichneten verschiedene Ausstellungsräume.
Im Kubus 1: Nam June Paik, AUSTRALOPITHECUS MAN

Am Eingang zu Kubus 2, in dem Skulpturen von Rodin bis Niki de Saint Phalle mal dicht, mal locker gruppiert sind, erwartet uns ein alter Bekannter: George Segals MAN IN A DECK CHAIR DRINKING. Gut plaziert. In diesem Kubus kommt man auch der Herkunft der, wie Baulärm klingenden, Klopfgeräusche näher, die (wahrscheinlich zum Jammer des Personals) unablässig durchs ganze Haus dringen. REVOLUTION heißt das witzige „behämmerte“ Teil und darf als Leihgabe den schönen frischen Wandputz zerstören.

In Kubus 4 gehts ans Eingemachte. Eine begehbare Installation von Thomas Hirschhorn THE FIRE WAS HERE führt uns ins Reich des Schreckens, der Gewalt und der dunklen Seite unserer Welt.

Beeindruckende Highlights, auch wenn´s weh tut: LA MANTE, GRANDE von Germaine Richier, POPE II von Francis Bacon, ALL MY BAD THOUGHTS, Krištof Kintera,… Henry Moore und und und…

Kubus 5 ist nicht so mein Ding. Etwas zu viel Platz für Kunsthandwerk, allerdings so schön präsentiert wie früher bei Rosenthal.

In Kubus 6 viel Raum für die Großformate von Anselm Kiefer.

Kubus 7 im oberem Stockwerk: Schön anzuschauen Klaus Rinkes MESSINSTRUMENT FÜR ZEITLOSIGKEIT I, im gleichen Raum Richards Longs SPRING CIRCLE, immer noch mit unglaublicher Magie, aber leider wie Mario Merz´s VON GRUNDMAUERN in diesem hellen niedrigen Raum unterm Dach nicht so gut platziert. Spontan vermisse ich die Erdung, aber vielleicht sollte ich ja gerade hier abheben.

Das Schaudepot in Kubus 8 ist eigentlich der Wahnsinn. Hier geht es darum, möglichst viele Bilder und Exponate ohne Rücksicht auf Thema und Zeit einfach nur zu zeigen, wobei der schmale Raum nicht viel Abstand zur Betrachtung lässt und leider recht steile Blickwinkel entstehen. In einer oberen Reihe hängt auch Paul Berger-Bergners schockierendes GASKIND von 1931. Der Maler lebte und arbeitete nach dem 2. Weltkrieg in Mannheim. Vielleicht wäre bei dieser Fülle an Exponaten ein Tausch mit dem größeren Kubus 5 und der Keramik angebracht.

Nun ist zuweilen laute anschwellende Musik zu vernehmen. Sie dringt aus Kubus 8 wo THE REFUSAL OF TIME von Wiliam Kentridge installiert ist. Eine große dynamische Skulptur mit 5-Kanal-Videoprojektion und 8-Kanal Klangkomposition. Hier wird klar, dass solche surreal wirkende Aufführungen nur in speziell für Kunst geschaffene Räume möglich sind, hier erhalten Kunsthallen eben ihre Berechtigung. (Obwohl eine solche Installation in der Deutschen Bank ja eigentlich auch reizvoll wäre.) Jedenfalls sensationell.

Hat jetzt noch jemand den Kopf frei, sich Bilder von Klassikern der Moderen wie Wassliy Kandinskys RUND UND SPITZ, oder Ernst Ludwig Kirchner, Max Beckman, Paul Klee usw. anzuschauen? Wohlgemerkt, wir sind noch im Neubau und haben noch nicht mal die Schwelle zum Jugendstilbau erreicht. Nach zwei Stunden machen wir Schluß und ziehen ein Fazit: Ganz viel Kunst im Kasten und auch schöne Ausblicke nach draussen. Lohnt sich. Um das berühmte Schwirren im Kopf durch zu viele Eindrücke zu vermeiden, empfiehlt sich die Jahreskarte und häppchenweise Besuche. Man kann mit einem Bändchen um den Arm aber auch mal rausgehen und wieder reinkommen. Für alle Tablet- und Smartphone-Benutzer gibt es eine sehr informative App zum kostenlosen Download, die auch als Audioguide im Museum und zu Hause funktioniert.

Kunsthalle Hector-Neubau
Friedrichsplatz 4
68165 Mannheim
Tel.: 0621 2936423

(316) 07.2018

Akademiekonzert

13 Jun

Ich möchte dich jetzt gerne mitnehmen in ein Akademiekonzert, das immerhin eine Mannheimer Institution ist. Dich, der keine klassischen Konzerte und keine Komponisten kennt. Wir gehen in den Rosengarten gleich am Wasserturm, genauer gesagt in den großen Mozartsaal. Viel Holz wirst du dort an den Wänden und Decken sehen, das ist für den Klang und es gibt Konzertsäle, wie die Berliner Philharmonie, da ist der Klang noch viel besser, aber wenigstens haben wir in Mannheim einen Konzertsaal. Früher war hier der Nibelungensaal, der sagenhafte 6000 Leute aufnahm, aber er ging im Krieg kaputt. Der Neubau bietet immerhin 1628 Sitzplätze. Schau: das Konzert ist ausverkauft, Alte und Junge, Frauen und Männer, elegant oder sportlich modern Gekleidete sind da.

Jetzt kommt das Orchester auf die Bühne. Es sind traditionell die Musiker des Mannheimer Nationaltheaters. Sie bekommen gleich Beifall. Sie stimmen eine Weile ihre Instrumente und dann eilt der Dirigent, der hier ein Generalmusikdirektor ist, auf die Bühne und bekommt auch Beifall. Er stellt sich auf ein kleines Podest, alles verstummt und nun beginnt die Musik.

Du hörst Werke von verschiedenen Komponisten aus unterschiedlichen Zeiten, meist instrumental ohne Gesang. Für die Komponisten ist Musik eine andere Art von Sprache. Sie schreiben sie in Notenzeichen auf. Jedes noch so unterschiedliche Instrument im Orchester ist eine eigene Stimme in dieser Sprache und jeder Musiker oder Musikerin spielt auf seinem Instrument genau die ihm zugedachten Noten. So macht der Dirigent mit dem Orchester hörbar, was der Komponist oder die Komponistin ohne Worte aufgeschrieben hat. Manches stammt aus alter Zeit und du hörst die damaligen Regeln und Gesetze, aber vielleicht auch den Glanz, bei neuerer Musik sind manche musikalischen Gedanken viel freier. Bei so einem Konzert bist du kaum abgelenkt, wenn nicht grade mal jemand hustet hören alle zu und folgen aufmerksam der Musik, ohne auf ihr Smartphone zu gucken. Das kann entspannend sein und wenn du am Tag hart gearbeitet hast, musst du vielleicht aufpassen, nicht einzuschlafen und zu schnarchen. Die Töne verklingen, die Musiker hören auf zu spielen. Warte. Nicht als erster Beifall klatschen, vielleicht geht es noch weiter. Doch jetzt klatschen alle und es gibt sogar eine Pause. Wir können im Foyer Getränke kaufen, die nicht ganz billig sind, vertreten uns ein wenig die Beine und schauen aus den großen Glasfenstern nach draußen.
Nach der Pause geht die Aufführung mit Begrüßungsapplaus und einem anderem Stück weiter. Es gibt Komponisten, die gefallen mir gar nicht, andere berühren mich sehr. Am Ende des Konzertes verbeugt sich der Dirigent vor dem Publikum und dieses gebogene Metallrohr auf dem Podest, das den Dirigenten vorm Herunterfallen bewahren soll, wirkt sehr wacklig. Das Orchester erhebt sich immer wieder. Es gibt auch noch Blumen und vielleicht noch eine Zugabe. Die meisten Besucher sind jetzt froh, schimpfen nicht und sind zufrieden. Die Sprache der Musik kennt helle Freude wie auch tiefes Leid. Lautes und Leises. Drohendes und Zartes. Auch wenn du Musik auf CD hören kannst, was ich im Konzert so viel eindrücklicher verspüre ist, dass die tollen Ergebnisse, mit der ganzen Stimmenvielfalt der Instrumente hervorgebracht, nur durch Fleiß, Hingabe, Ernsthaftigkeit und einem vorzüglichen Zusammenspiel aller Musiker auf der Bühne zustande kommen. Deshalb Respekt und Dank, denn ein solches Gelingen zu erleben verleiht Hoffnung, findest du nicht auch? Vielleicht sind auch deshalb die Mannheimer Akademiekonzerte so gut besucht. Sie sind übrigens eine der ältesten Konzertreihen in Deutschland.

Akademiekonzert
Musikalische Akademie des Nationaltheater-Orchesters Mannheim

(311) 06.2018

Stadthaus

24 Feb

Lassen wir beiseite, dass da, wo das Stadthaus steht, einmal ein „altes Kaufhaus“ stand mit der berühmten Mannheimer Symmetrie. Das wurde weggebomt und der Wiederaufbau scheiterte im Bürgerentscheid trotz großer Mehrheit denkbar knapp an einer zu geringen Wahlbeteiligung. Solche Stadthausstreitereien gab es auch in anderen Städten. Nein, was mich vollkommen aufschreckte und aus meiner so arglosen wie selbstzufriedenen Internetsurferei herausriss, waren diese grottenschlechte Google-Bewertungen für das Stadthaus, auf die ich, wie gesagt, rein zufällig stieß. Ich fragte mich sofort, ob die in N1 eingebundene Gastronomie verantwortlich wäre, jemand im East vom all you can eat nicht satt wurde, oder in der N1 Lounge kein Platz frei war, oder der Tequila in der Azteca Mexicana zu Gemüte schlug, doch nichts dergleichen. Auch bei Trip Advisor belegt das Stadthaus in der Rubrik Sehenswürdigkeiten einen schockierenden letzten Platz. Wie konnte das geschehen? Mannheim ist eine moderne Stadt, die üblicherweise keinen Vergleich zu scheuen braucht. Jedenfalls erschien mir die Sache so bedeutend, der Anlaß also groß genug, um mich unverzüglich zu einem Ortstermin einzufinden. Schließlich kann ALLES MANNHEIM die öffentliche Diskussion nicht allein Spießern und Kulturbanausen überlassen. So lautet das Ziel der Aktion: Rettet das Stadthaus!

Schon von der rückwärtigen Ansicht aus erscheint mir das Stadthaus als die gelungenere Version des Centre Pompidou. Bei freiem Eintritt wartet es gleich im Erdgeschoß mit einer atemberaubenden Installation auf, die sich mit der jüngsten Geschichte der Stadt auseinandersetzt. Mit der Nachgestaltung der legendären Borelly Grotte, die ja aus Sicherheitsgründen leider nicht mehr besichtigt werden kann, provoziert der Durchgang einerseits Erinnerungen, geht aber über das bloße Betrachten hinaus und erzeugt durch geschicktes Wechselspiel von Raum und Licht beim Besucher eine beschleunigte Dynamik seines Bewegungsapparates und lässt ihn somit auch durch körperliche Erfahrung an unserem kollektiven urbanen Gedächtnis teilhaben.

Neugierig strebe ich über eine schöne Außentreppe, die formprägender Teil der Architktur ist, zum Plenum, wo mich nicht zufällig neben dem Ratssaal die Installation Pferd, Flur, Demokratie erwartet, welche die großen politischen Fragen unserer Zeit thematisiert. Die geschickt im Raum angeordneten Rundsäulen verweisen auf Athen als Ursprungsort einer demokratischen Stadtgesellschaft, mahnen aber durch das bunt aufgestellte Pferd an Trojas Schicksal und den Gefahren des Lobbyismus. Stark! Eine leere, verglaste Wandnische mit dem Titel „Zu vermieten“ des Künstlers D&S sollte hier nicht als Kontrast, sondern als wohltuende Ergänzung verstanden werden.

Durch ein Hinweisschild werde ich schließlich noch auf einen kleinen Nebenraum aufmerksam. Glücklicherweise muss ich sagen und wundere mich, dass sich hier keine Schlangen bilden. Fast humorvoll, jedenfalls mit grosser Könnerschaft wird Bezug genommen auf Mannheims Tradition der neuen Sachlichkeit und deren späteren Transformation von Kunst als visuelle oder gar plastische IDEE. Ein Readymade, das mit scheinbarer Leichtigkeit den Bogen von Marcel Duchamp zu Piet Mondrian schlägt und sich dabei unter Einbindung von Quadraten und den Mannheimer Farben als großes Geschenk an Mannheim und seine Bürger entpuppt. Völlig verständlich, dass dieser Raum ständig bewacht werden muss. Was soll ich sagen? Ich bin begeistert. Einziger Wermutstropfen die Stadtbücherei im oberen Stock, aber die soll ja bald dort ausziehen. Mein Votum: fünf von fünf Sternen und völliges Unverständnis über jegliches negative Ranking. Wer nach Mannheim ins Stadthaus kommt, sollte wissen, dass er weder repräsentativen Kitsch erwarten kann, wie vielleicht in Zürich, noch dass er es sich umrahmt von gefallsüchtigen Bildern auf Bänken bequem machen kann, statt mühevoll die sogenannte Realität zu entschlüsseln.
Nein, Mannheim ist und bleibt die unbequeme Arbeiterstadt. Aber dass wir uns nicht missverstehen, liebe Freunde und Besucher, die Arbeit, die fängt bei uns manchmal im Kopf an.

Stadthaus
N1
68161 Mannheim

(303) 02.2018

Stadt.Wand.Kunst

17 Jul

Um es klar zu sagen: Ich mag den Zeichenstil von Mehrdad Zaeri und habe ihn hier ja auch schon in zwei Beiträgen gewürdigt. Genießen wir also zunächst einmal die liebevollen kleinen Details seines großen Wandgemäldes in B6,4, bevor wir uns dem Unbehagen und den Widersprüchen widmen.

Ich find´s schon toll, wie er die bereits vorhandene braune Fassadenfarbe wie einen Zeichenkarton einsetzt.

Stadt.Wand.Kunst ist eine Kulturinitiative der Alten Feuerwache, der GBG, der Stadt Mannheim und Montana-Cans. Die Idee ist, eine öffentliche Gallerie zu errichten mit freiem Eintritt. Aktuell gibt es glaube ich schon 14 Wandgemälde, manche nur temporär. Nun ist Kunst ein zu großes Wort, als dass ich es hier fassen könnte und auch mit Abhandlungen über die Bedeutung und Aufgaben von Museen und Galerien lassen sich ja Regalwände füllen. Eine übliche Gemäldegalerie hat ja zunächst einmal den Vorteil, dass ich hineingehe um bestimmte Bilder zu sehen und dann auch wieder rausgehe. Das funktioniert im öffentlichen Raum ja so nicht. Und natürlich könnte es in Museen an einem Bürgertag in der Woche für alle Mannheimer freien Eintritt geben bis 22 Uhr und für Kinder und Jugendliche bis 25 Jahren sowieso immer. Warum also Stadt.Wand.Kunst?

Die Stadt der Zukunft ist die Stadt der Kreativen, heißt es. Die Konkurrenz der Städte untereinander erfordert Strategien im Kampf um Attraktivität und Investoren. Kunst ist Mittel zum Zweck und natürlich, bei den großflächigen Wandgemälden, den sogenannten murals ist die Frage nach Kunst als Fassade regelrecht angelegt. Eine beauftragte Kunst mit Schauwert, zum Bestaunen und Erbauen, die bei ihrer Größe auch immer etwas totalitäres für mich mitschwingen lässt.

Die GBG, Mannheims größte Wohnbaugesellschaft, die vor kurzem noch gegen den Widerstand der Bewohner den Abriss eines Wohnblocks durchzog, um ihn durch teurere Wohnbauten zu ersetzen, wirkt hier als großzügiger Partner der Kreativen. Der Rest lässt sich in Handbüchern zur Gentrifizierung nachlesen. Was aber hat Kunst nun mit mir zu tun, während ich so heraufschaue? Werde ich als Teilhaber des öffentlichen Raum wahrgenommen, bin ich Teil des Kreativprozesses? Kann ich vertauen? Wenn ich falle, fangt Ihr mich auf? Sorgt ihr dafür, dass ich nicht falle?

Vielleicht willst du uns, lieber Mehrdad Zaheri, aber diese Geschichte erzählen: Der Käfig, der viel zu klein war, ist nun offen. Die Vögel sind groß, aber keiner weiß zu fliegen…

Stadt.Wand.Kunst
Mannheims begehbares Museum im urbanen Raum

(279) 07.2017

Schaufenster 40

4 Jul

Köpfe von Ingo Lehnhof, ausgestellt im Schaufenster des Blumenfressersalons der Künstlerin Ana Laibach.

Schaufenster 40
Blumenfressersalon Ana Laibach
R7, 40
68161 Mannheim

(277) 07.2017

Bloomaulorden

5 Mrz

Dieser Artikel kommt ja hinnerher wie die alt Fasnacht. Aber er wird auch wieder top aktuell, denn der Bloomaulorden wird seit 1970 jedes Jahr, immer am Fastnachtsonntag, verliehen. Alla, was solls.

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Für die Pfälzer ist ein Bloomaul einfach än Mannemer. Für Mannemer hingegen ist Bloomaul ein erstrebenswerter, wenn nicht sogar der einzig lebenswerte Zustand. Ein Bloomaul steht mit beiden Beinen auf dem Boden, ist mit sich im Reinen, ist nicht hinnerum, lässt Humor durchblicken und trumpft auch mal gerne auf. All dies eigentlich immer und überall. Bloomäuler haben naturgemäß das Herz am richtige Fleck, die Zunge ist ihnen nicht festgewachsen, sie sind mutig, wissen sich zu helfen und man kann sich auf sie verlassen. Um Bloomaul zu sein ist Herkunft und Dialektbeherrschung nicht entscheidend, wenn auch hilfreich. Vielmehr muss irgendwann der Bloomaulgeist in den Menschen hinein gefahren sein, entweder gleich bei der Geburt oder halt später. Dies geschieht wie durch ein Wunder nur in Mannheim. Deshalb finden wir hier auch die größte Dichte an Bloomäulern, ca 79.000. Weltweit verteilt gibt es geschätzt knapp 324.500. (Stand 2008)

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Kommen wir zu den Bloomaulordenträgern. Diese besitzen die üblichen Bloomauleigenschaften und sie sind auch noch abwechselnd musikalisch, sportlich, geschäftlich erfolgreich, politisch aktiv, dabei net von oben herab und feiern wie alle Bloomäuler auch mol gern. Wenn ein Bloomaul seinen Orden bekommt, lässt es sich natürlich auch feiern. Der Bloomaulorden ist nämlich die höchste Auszeichnung, die ein Bloomaul bekommen kann. Eine drei köpfige Jury um den Mannheimer Morgen herum wählt den oder die Preisträger/in und des kann natürlich nur jemand sein, der sich schon ausreichend bekannt gemacht hat, sonst täten die den ja net kenne, aber des is normal. Die meisten Bloomäuler legen eh kän besonnere Wert uff Orde, wobei ich sage muss, mir gefallt er, von der Gestaltung her, aber er is eher was zum hiestelle als zum um de Hals hänge. Im Gegesatz zum Schicki-Micki Oskar ist er net goldisch glänzend glattpoliert, sondern der Bildhauer Gerd Dehof hat ihn än bissel verkrumpelt und mit Ecke und Kante geformt. Außerdem ist er net vergoldet, sondern glei in Bronze gegosse, damit känner mähnt sage zu müsse, es ist nicht alles Gold was glänzt. Weil des is denne Bloomäuler sowieso schun hinlänglich bekannt.

Bloomaulorden
Mannheims höchste Auszeichnung
(Die Fotos stellte freundlicherweise Bloomaulordenträgerin Helen Heberer zu Verfügung, herzlichen Dank!)

(263) 03.2017

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