Tag Archives: Italiener

Radtour in den Käfertaler Wald

21 Mai

update 11.2017: Waldgaststätte Schützenhaus wieder geöffnet!

Diese Radtour bietet sich an sonnigen Wochenenden an und führt auf gewohnt ebener Strecke ungefähr 30 km vorwiegend durch ein grünes Mannheim hinein in den Schatten spendenden Käfertaler Wald.

Vom Wasserturm aus nehmen wir die soeben zur Fahrradstraße umgestaltete Berliner Straße in Richtung Friedrich-Ebert-Brücke und dann, bevor wir den Neckar überqueren, rechts runter den Neckar entlang, vorbei am Fernmeldeturm bis zur Bahnbrücke, wo wir den Neckar überqueren. Die Schleuse Feudenheim lassen wir rechts liegen und nehmen den Weg weiter geradeaus Richtung Käfertal, durchqueren vorbei an Kleingärten die Au bis zu einer Schranke, um dann den Feldweg nach rechts Richtung Feudenheim zu radeln. Jetzt gehts steil den Aubuckel hoch, an der Ampel rüber zum Wingertsbuckel gradaus weiter immer schön auf dem Radweg. Wir behalten die Richtung bei, überqueren eine Straßenbahnlinie und schauen, dass wir, links Pferde – rechts Fußball, zum Vogelstangsee kommen. Hier können wir schon ein Päuschen machen und die Ruhe genießen. Wir sollten uns bei der Weiterfahrt oben halten, ich bevorzuge die rechte Strecke am Feld, den See entlang. Ob rechts oder links, der Rundweg läuft in einem Fahrradweg zusammen, den wir nehmen. Jetzt müssten wir an der Magdeburger Straße sein und von dort aus gut beschildert Richtung Karlstern. So, wenn wir dann durch Unterführung und über Brücke sind, sehen wir schon den Wald. Noch mal kurz Richtung Viernheim, dann aber gleich rechts hinein. Ah endlich…

Jetzt geht es eigentlich immer geradeaus. Lange Allee heißt treffend unser Weg, nicht perfekt asphaltiert aber immerhin befestigt. Wir erreichen das Wasserwerk Käfertal, das seit knapp 130 Jahren Mannheim mit Trinkwasser versorgt und wo wir eine malerische denkmalgeschützte Reihenhaussiedlung erblicken.

Nach nicht allzu langer Fahrt, links die Bisons im Gehege, der Rad- und Fußverkehr wird etwas dichter, sind wir am Karlsternpavillon angelangt, dem zentralen Punkt des Käfertaler Waldes, der ja immerhin Mannheims größtes Waldgebiet ist und zudem das meistbesuchteste in ganz Süddeutschland. Ganz unproblematisch ist es hier für die Bäume nicht. Den überwiegend vorkommenden Kiefern machen zunehmende Trockenheit und Käferschädlinge zu schaffen und ist von seinem Zustand her natürlich nicht mit Bergwäldern zu vergleichen. Dennoch und jedenfalls ist rund um den Karlstern einiges geboten, Spielplatz, Boule, Minigolf und Wildgehege und schließlich auch ein Biergarten, in den wir jetzt oder lieber später einkehren.

Das sternförmige Wegenetz bietet nun verschiedene Gelegenheiten, nach Lorsch, Weinheim, Lampertheim, wir behalten unsere Richtung bei, fahren auf der Ahorn Allee um später nach rechts den Alten Frankfurter Weg einzuschlagen. Eine meiner Lieblingsstellen ist die eigentlich untypische, lichte Birkenallee. Auf der Wiese erkennen wir deutlich Wühlspuren von Borstentieren, die sich offensichtlich hier auch außerhalb des Geheges befinden. Die im Stillen gehegte Hoffnung auf eine kühle Erfrischung im Schützenhaus erhielt einen Dämpfer, die Waldgaststätte war ohne weitere Hinweise geschlossen.

Eine Weiterfahrt nach Lampertheim ersparen wir nun unseren Hintern, sofortige Umkehr zurück und Einkehr in den Biergarten La Locanda am Karlstern. Bei Pizza oder Cappuccino und durchgehend warmer Küche lässt es sich hier gut draußen sitzen. Der Service war aufmerksam, Hunde und Fahrradfahrer sind willkommen.

Bevor wir nun die direkte Rückfahrt antreten, machen wir noch einen kleinen Schlenker am Vogelpark vorbei zum Karlsternweiher. Der idyllische Baggersee entstand 1963 beim Kiesabbau fürs das Autobahnkreuz Viernheim. Es gibt nur einen Zugang zu einer Aussichtsplattform, ansonsten ist er zum Schutz der dort ansässigen Lebewesen vollständig umzäunt. Der Blick lohnt sich, finde ich.

Wenn wir nun nicht den aller gleichen Weg zurückfahren, sondern unsere Tour als Rundfahrt gestalten wollen, müssen wir etwas mehr Stadtverkehr in Kauf nehmen, wenngleich wir aber weiterhin auf Fahrradwegen vorankommen. Wir wählen die Variante über Käfertal, biegen hierzu am Wasserwerk rechts in die Wasserwerkstraße ein. Beim Teufelsberg haben wir dann den Wald verlassen und durchqueren die Baugebiete Offizierssiedlung und Franklin, stoßen auf die Waldstraße, der wir rechts abbiegend hinter einer Lärmschutzmauer bis zur Kreuzung Auf dem Sand folgen. Vom hier ab dürfte der Rückweg klar sein. Links und dann geradeaus bis zum BBC-Buckel, über diesen drüber, die Friedrich-Ebert Straße und vorbei an Turley.

Nun sind etliche Ampelstopps programmiert bis wir gleichsam auf der Zielgeraden unsere Friedrich-Ebert-Brücke erreichen. Auf der Brücke gönnen wir uns noch einen Blick auf den Neckar, die Neckarwiesen und schauen kurz noch auf die mehr oder weniger gelungenen Korbwürfe der Basketballspieler.

Und schließlich: Glücklich zurück.

Radtour in den Käfertaler Wald

(273) 05.2017

Strandbad-Restaurant Purino

13 Jun

Allein schon durch meine Kindheitserfahrungen ist das Strandbad am Rhein für mich einer jenen kultigen Orte in Mannheim, die geeignet sind, Identität zu stiften. Immerhin habe ich hier im Rhein schwimmen gelernt (!) und auch sonst viel Freizeit, ja große Teile der Sommerferien verbracht. Ich denke, vielen Mannheimern bedeutet dieser Ort etwas ganz persönliches und so fällt es auch schwer, dem Strandbad und seinen Veränderungen gleichgültig gegenüber zu sein. Mit entsprechendem Interesse suchten wir also das neu eröffnete Strandbadrestaurant Purino auf, um sogleich festzustellen, dass, wie seit jeher, die Natur am Strandbad ein wichtige Rolle spielt. Zum Beispiel Hochwasser und Regen. Nicht gut fürs Geschäft, doch nach dem Erklimmen des langen Steges, hatten wir den Eindruck, uns an Deck eines Ausflugsschiffes zu befinden.

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Mit viel unlackiertem Holz erwartet uns das Purino. Verschwunden der etwas miefige Touch, der mich an Amtsstuben erinnerte und der, obwohl das Gebäude erst 2010 neu errichtet, seltsamerweise irgendwie den Raum ergriffen hatte. Verschwunden sind auch die vom Vorpächter angebrachten historischen großen schwarz-weiß Fotografien, auf denen tausende von Menschen zu sehen waren, die in den 50er und 60er Jahren, eben der Blütezeit des Strandbads, am Rheinufer verbrachten. So nehme ich dieses Verschwinden alter Bilder als Gelegenheit wahr, vor meinem eigenem inneren Auge mein ideales Strandbad entstehen zu lassen und zu träumen und natürlich spielt das Strandbadrestaurant dabei eine wichtige Rolle. Ich gebe zu, meine Urlaubseindrücke von diversen Nordseeinseln scheinen in meine Träume mit hineinzuspielen:
Fish & Chips, Muscheln, Austern, Pfannkuchen, Weißweinflaschen in Kühlern, sensationelle Biere aus dem Fass, wie es sie in ganz Mannheim sonst nicht gibt. Die Menschen feiern mit Freunden oder der Familie, sie stehen oder sitzen, Kinder spielen in einer Ecke, die Größeren warten, dass der Flipper frei wird, an den Tischkickern ist beste Stimmung. Ich sehe Eis am Stiel und Badelatschen und die Portion Pommes zum Mitnehmen. Ich höre Musik und Stimmengewirr und spüre unter allen Gäste und den Beschäftigten eine große Einigkeit, dass man hier und jetzt nirgends schöner, entspannter und ungezwunger seine Freizeit und den Feierabend, ja sein Leben verbringen könnte.

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Indess ist eine gewisse Anspannung spürbar, angesichts des Regens und dem drohenden Hochwasser so kurz nach der Eröffnung. Den überaus freundlichen jungen Bedienungen ist anzumerken, dass es für sie gilt aufmerksam zu sein und von vorne herein alles richtig zu machen. Sicherlich sind sie auch noch in einer Probephase. Auf der Karte wird die Geschichte von der traditionell familiären italienischen Esskultur erzählt, bei der wir die Zeit vergessen sollen um bei Pizza, Pasta, Insalata und Gesprächen zu verweilen. Für Kinder unter 6 Jahren kostenlos! Jedoch müssen wir auch zu Kenntnis nehmen, dass das Purino wohl genauso italienisch ist wie Vapiano, nämlich als Franchise-System-Gastronomie. Das muss nicht automatisch was Schlechtes sein, immerhin gibt es Frisches ohne Zusatzstoffe, Vegetarisches und auch Veganes, aber eine Franchise-Gastronomie ist per se nicht jenes Einzigartige, das ich mir gerade noch so schön erträumt hatte. Nun, ich will nicht weinerlich sein, vielleicht sieht ja bei Sonnenschein alles wieder ganz anders aus. Locker und entspannt. Der Laden ist voll, die Pacht nicht so hoch, der Umsatz ist nicht alles, es läuft und jeder hat seinen Spaß.
Also, ab und an sollte man wohl mal hingehn, wenigstens um zu schauen, was die Träume in der Realität so machen.

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Strandbad-Restaurant Purino
Strandbadweg 1,
68199 Mannheim
Telefon:0621 86198450

(234) 06.2016

Adria

11 Jun

adria

Als wäre Alles Mannheim ein Panini Sammelalbum, klaffte von Beginn an ein weißer, freier Fleck in diesem Blog, der ohne den bislang fehlenden Beitrag zum Adria in jeder Hinsicht unvollständig gewesen war. Unvollständig, weil noch nicht benannt, wie hier am Tor zur Neckarstadt insbesondere in der Freiluft-Saison in einzigartiger Weise die Karten neu gemischt werden und Mannheim, fernab von Universität und Tourismus neue Facetten und Gesichter zeigt. Status, Werte, Herausragendes, vieles was auf der anderen Seite des Neckars in den Quadraten und am Wasserturm Gültigkeit hat, kann sich nun in seiner Bedeutung verkehren und allein durch die bloße Ausstrahlung manch illustrer Gäste, die hier auf Terassenstühlen sitzen, in Frage gestellt werden. Das Sein bestimmt das Bewusstsein und ich, der ich von der anderen Seite her komme, lasse mich gefangen nehmen zu einer kritischen Selbstbefragung, wie sehr ich mich denn angepasst habe an eine Welt, die ich eigentlich verändern wollte. Durch ein atomsphärisches Gemisch aus Müßiggang, unbeirrbaren Überzeugungen und politischem Widerstand werden meine Erinnerungen geweckt und ich lege pflichtbewusst Rechenschaft ab über mein Streben nach Wohlstand, dem Glück im Privatem und meiner Gesinnung, als wäre ich seit langem ausgewandert und kehrte nun als ein FREMDGÄNGER zurück und so deutet eigentlich einiges darauf hin, dass ich hier irgendwo mal mein HERZ verloren habe.

Doch solcherlei Gedanken bilden die Ausnahme, denn ob mit rebellischem Herzen oder in Flip-Flops, idealerweise zu Fuß oder mit dem Fahrrad kommend, schaust du erst mal, ob ein bekanntes Gesicht auszumachen ist, in diesem immer größer werdenden Biergarten, den sich das Adria früher noch mit dem Cafe Melange teilen musste. Zwischen Lange-Rötter und Max-Joseph Straße ist das Eis-Cafe zugleich auch Pizzeria und seit Jahrzehnten eben der ideal gelegene Treffpunkt für die Nachbarschaft aus der Neckarstadt Ost und West. Bei absolut moderaten Preisen läßt es sich gut stundenlang verweilen.

Schließlich doch noch eine Anekdote: Einmal gab es Frei-Eis für alle. Das war 1982. Italien wurde Fußballweltmeister, der alte Meßplatz zum wilden Corso, sämtliche Eiskübel wurden geleert und danach machte das Adria Sommerpause! Der Finalgegner hieß übrigens Deutschland…Ciao!

Adria
Pizzeria, Eiscafé
Lange Rötterstraße 1, 68167 Mannheim
Telefon:0621 332210
Öffnungszeiten: 08:00–00:00

(208) 06.2015

Da Linda

28 Jul

Da Linda

Eigentlich sitze ich nur an der Straßecke und nehme einen Espesso zu mir. Doch irgendwie fühlt es sich an, als würde ich mir gleich eine Nazionali anzünden und in der Gazzetta dello Sport blättern. Ob es an der nostalgischen, gerundeten Theke hinter mir liegt, mit der aufgestapelten Pasticceria, oder daran, dass es so kommunikativ zu geht, als wäre in der Bar noch ne Poststelle mit Lottoannahme – italienischer wird´s auch in Rom nicht, wie bei Da Linda an dem kleinen Platz bei Mömax in J1. Die ganze Woche von 10:00 – 22:00 Uhr.

Pizzeria Da Linda
J1,12
68159 Mannheim

Telefon:
0621 – 10 30 44

(166) 07.2014

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